Überwältigt von der Tatsache, dass noch nie ein Jahr in meinem Leben so schnell verflogen ist, wie das Letzte, fehlen mir fast die Worte, um dich zu beschreiben, mein Rehlein. Wir haben uns gut kennengelernt wir beide. Sind zusammengewachsen, für immer. Heute bist du ein Jahr alt.
Meine Gedanken kreisten in diesen Tagen immer wieder um die letzten Schwangerschaftstage. Wie ich da lag, auf der Sonnenliege, meinen Bauch streichelnd. Wie ich am Tag vor deiner Geburt bei 30° noch die Beete im Garten in Ordnung gebracht habe und wie ich kurz darauf gespürt habe, dass du nun endlich zu uns möchtest. Jetzt bist du ein wichtiger Teil, nein eigentlich DER Teil der Familie geworden. Du hast vieles bewegt, uns in Entwicklung gebracht, Freunde wieder enger zusammengefügt, uns alle sensibilisiert für die Herzensmomente im Leben. Doch wie bist du jetzt nach einem Jahr?
In den letzten vier Wochen hast du wiedereinmal einen unglaublichen Sprung in deiner Entwicklung gemacht. Du krabbelst wie ein kleines Äffchen, indem dein rechtes Bein (auch "Captain Morgan-Bein" genannt) für den nötigen Schwung sorgt. Robben ist out und seit einer Woche stellst du dich auf alle Viere, guckst dabei unter deinem Bauch hindurch zu deinen Füßen. Du ziehst dich hoch an allem was du findest und musst dabei die ein oder andere Beule in Kauf nehmen. Das muss alles ganz schön anstrengend sein, denn du futterst ordendlich. Eigentlich isst du mittlerweile alles, was ich dir anbiete. Beim letzten Grillfest, hättest du fast meine ganze Bratwurst gegessen! Fläschchen gibt es nur noch nachts, wenn du nicht durchschläfst. Das kommt zur Freue aller immer seltener vor (Obwohl ich das Kuscheln beim Fläschchengeben nachts sooo schön finde).
Deine Kommunikation hast du um Laute und Gesten erweitert. Du klatscht und drehst dich hin und her. Deine ersten Tanzbewegungen zwingen mich immer wieder vor Entzückung in die Knie.
Deine dazugewonnenen Möglichkeiten, machen dich noch zufriedener als du eh schon bist. Stößt du allerdings an deine Grenzen und es klappt nicht so, wie geplant, erkenne ich mich in dir wieder. Die Verzweiflung ist groß, aber kurz. Nachts, wenn du schlecht geträumt hast, bringst du erstaunliche Kräfte hervor. Du windest und wendest dich so sehr in meinem Arm, dass ich dich kaum halten kann. So standest du mit den Beinen (im Schlafsack!) schon ruckzuck auf meinem Schlüsselbein. Nicht so einfach, wenn man selber noch im Halbschlaf ist!
Du spielst am liebsten mit Bändern und Klimperkram. Körbe, Kisten und Taschen, die man ausräumen kann, sind nicht vor dir sicher. Doch der größte Spaß sind andere Kinder. Es ist einfach wundervoll, dich im Spiel mit ihnen zu beobachten.
Du bist ein wenig kuscheliger geworden. Ich denke das liegt an deinem stetig wachsenen Krabbelradius.
Wenn man sich vorstellt, dass man als Erwachsener so viel in einem Monat lernen würde, wie die Kinder...wie aufregend wäre wohl diese Zeit!
So wanke ich täglich zwischen Wehmut und Spannung. Wehmut, weil du jetzt kein Baby, sondern offiziell ein Kleinkind bist. Spannung, weil noch so viele Fähigkeiten und Eigenschaften in dir schlummern, die ich alle mit dir entdecken möchte.
Wie gut, dass sich der Rehleinpapa und ich einig sind! "Dann machen wir halt noch eins!" hat er gestern vor dem Fernsehen gesagt. Doch halt! Noch nicht sofort. Wir möchten uns noch nicht teilen müssen und dich noch eine Zeitlang als größtest Wunder erleben. Mein Rehlein, mein Baby!
Wenn das Glück bei dir zuhause wohnt, kann das Pech ruhig mal zum Kaffee kommen. Mein Leben mit Mann, Kind, Hund und Katz.
Mittwoch, 14. August 2013
Sonntag, 28. Juli 2013
Kinderkram
Dass sich unsere Wohnung durch ein Kind wandelt, war uns natürlich klar. Doch bis auf die Tonnen von Spielzeug, die ich 3x täglich aufräume und der Kinderwagen, der den eh schon kleinen Flur zum Quetschpfard macht, haben wir gar nicht sooo viel verändert. Oder doch? Ich möchte in Bildern festhalten, wie das Rehlein durch seine Gegenwart die Räume mitgestaltet. Werden wir in zwei Jahren eine Villa Kunterbunt haben? Sind die von mir so heißgeliebten Dekogegenstände in Zukunft nur noch für den Keller bestimmt, weil sie von Kinderhänden nonstop begrabscht oder zerstört werden? Ich denke, Kinder machen dein Zuhause erst richtig komplett, auch wenn sie es wortwörtlich in Beschlag nehmen. Die Zukunft wird zeigen, was noch alles sinnvolles (und weniger sinnvolles) bei uns einzieht...
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| Ikeakroko, damit der Babypo auch da bleibt, wo er bleiben soll. Utensilien praktisch im Badenetz. |
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| Dieses Ordnungssystem braucht dringend ein Update! |
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| Hier noch recht überschaubar, hat sie immerhin einen eigenen Becher. |
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| Der gute Stokke! |
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| Selten benutzt. Sicher sinnvoll, wenn`s ans Laufen geht. |
Samstag, 20. Juli 2013
Ausquartiert
Heute bin ich etwas aufgeregt. So, als wenn man in den Urlaub fährt. Ich bin heute abend auf der Party einer Freundin eingeladen. Das ist natürlich nicht der Grund der Aufregung! Heute schläft das Rehlein das erste Mal nicht in seinem Bett. Keine Sorge, es muss nicht ins Krankenhaus, wird auch sonst nicht gegen unseren Willen von uns getrennt. Das Rehlein schläft heute bei meinen Eltern. Der für mich persönlich zweitsicherste Ort der Welt für mein Kind. Meine Mutter hab ich, was meine Kindheit angeht, mehr als geeignet in Erinnerung. Sie ist sehr geduldig, gefühlvoll und als Mutter von drei Kindern, sowie Erzieherin mit sehr viel Erfahrung gesegnet. Das "Schlimmste" was passieren kann ist, dass sie das Rehlein nachts stundenlang rumträgt und wir hier zuhause etwas brauchen um es ihm wieder abzugewöhnen Und doch blutet mein Herz jetzt schon. Alle Mamas und Papas, die dies hinter sich haben, schmunzeln wohl in sich hinein und finden dies vielleicht ein wenig lächerlich, da sie die nächste kinderfreie Nacht kaum erwarten können. Mir egal. Ich finde es eben komisch von meinem Baby nachts getrennt zu sein. Habe ich doch Wochen gebraucht, um nach der Umquartierung vom Rehlein ins Kinderzimmer ruhig schlafen zu können. Ruhig schlafen werde ich wohl auch diese Nacht nicht so wirklich und ich fresse einen Besen, wenn es meine Mutter tut! Die behauptet natürlich völlig gelassen zu sein. Wahrscheinlich schläft das Kind durch.
Jetzt muss ich nur noch mein Gesicht in eine partytaugliche Erscheinung und das Paketchen zu meinem Eltern bringen. Blöd nur, dass ich mit dem Auto zur Party fahre und daher noch nicht einmal meine Vermissensgefühle mit Alkohol betäuben kann. Oder ist dies alles von meinem Unterbewusstsein geplant, um im Falle der Fälle direkt startklar zu sein?
Ich wünsche allen Eltern, ob heute kinderfrei oder nicht, einen schööönen Samstagabend!
Jetzt muss ich nur noch mein Gesicht in eine partytaugliche Erscheinung und das Paketchen zu meinem Eltern bringen. Blöd nur, dass ich mit dem Auto zur Party fahre und daher noch nicht einmal meine Vermissensgefühle mit Alkohol betäuben kann. Oder ist dies alles von meinem Unterbewusstsein geplant, um im Falle der Fälle direkt startklar zu sein?
Ich wünsche allen Eltern, ob heute kinderfrei oder nicht, einen schööönen Samstagabend!
Mittwoch, 17. Juli 2013
11 Monate Rehlein
Heute war ein langer Tag. Du hast so viel entdeckt, dich so viel bewegt und am Ende so viel geweint. Jetzt schläfst du seit 30 min und mein Herz vermisst dich schon sooo viel! Heut bist du 11 Monate und einen Tag alt.
Wenn ich die letzten vier Wochen rückblickend betrachte, weiß ich nicht, wann du das letzte Mal so einen großen Sprung gemacht hast. Innerhalb von drei Tagen hast du gelernt dich alleine hinzusetzen und in einem Affenzahn durch die Bude zu robben. Du bist ein wenig kuscheliger geworden (jipiiiii!!!) und sooo zufrieden! Aber immernoch kein "Auf dem Schoß - Kind". Du zappelst dann rum, willst aufstehen, an Ohren und Haaren ziehen am liebsten an die entferntesten Dinge. Obwohl du dich wie ein Weltmeister vorwärts schiebst, hälst du immer noch gerne inne und verbringst die ruhigen Minuten auf dem Rücken liegend. Erwachsene, ganz gleich wer es ist, werden nur zu gerne von dir zum Hochziehen benutzt. Auch hier zeigst du dein Temperament, falls man mal keine Lust oder Zeit hat dir als Turnstange zu dienen. Möbelrücken scheint besonders schön zu sein. Der ewig quitschende Sound vom Stuhlbein auf den Holzdielen gehört bereits zum Alltag. Der Hund ist jetzt näher in dein Interessensfeld gerutscht. Man könnte sagen, du verfolgst das arme Ding. Ihm ist es nicht geheuer, wenn du fröhlich quitschend auf ihn zu robbst und so verschwindet er meistens in seinem Körbchen. Wir üben das natürlich und schmusen regelmäßig zusammen.
Du hast bereits absolute Lieblingsspeisen, wie Erdbeeren, Äpfel und Brot mit Ziegenfrischkäse. Du scheinst nie Hunger zu haben, bis zu dem Momant wo man dir etwas anbietet. Deine Hände schnappen dann schnell auf und zu und du wirst ganz aufgeregt. Wehe, ich bin dann nicht schnell genug.
Dein Schlafverhalten ist wirklich traumhaft. Mittags schläfst du 2 Stunden, nachst wirst du nur noch einmal wach.
Du scheinst überall zufrieden, doch am liebsten kramst du zuhause in deinen Spielzeugkisten oder im Bücherregal rum. Dein interesse an anderen Kindern ist deutlich gestiegen. Du fuchtelst vergnügt mit den Armen, beobachtest konzentriert und lachst glücklich vor dich hin, wenn sie an dir vorbei rennen oder sich mit dir beschäftigen.
Hören wir Musik, singst du leise mit und scheinst in deiner eigenen Welt. Ich habe jetzt täglich Ohrwürmer von den klassischen Kinderliedern und ertrage dies tapfer!
Mit deinen 82cm und 10 kg bist du ein großes Mädchen. Ich hoffe, es bleibt dir im Gegensatz zu mir erspart, mit 12 bereits Schuhgröße 42 zu haben. Der Rehleinpapa und ich finden immer mehr Gemeinsamkeiten mit uns. Du hast seine Füße und Wimpern und meine Hände und Nase. Du, mein kleines Rehlein beschäftigst dich stundenlang alleine, was mich zu einer ebenfalls sehr zufriedenen Mama macht.
Täglich entdeckst du mehr deiner Fähigkeiten und es ist erstaunlich, wie du mein Verhalten bereits schon jetzt durchschaust. Wir sind ein gutes Team und sollte ich doch mal anderer Meinung sein als du, findest du immer schnell Wege der Regulation für dich.
Schon jetzt bin ich so stolz auf mein Mädchen. Mit Spannung erwarte ich all deine noch verborgenen Wesenszüge und Eigenschaften. Ich wünsche dir, dass du deinen Koffer mit Fähigkeiten voll packen kannst, mit Dingen, die dich zu einem starken, selbständigen und ausgelichenen Kind machen.
In vier Wochen dann, bist du offiziell kein Baby mehr. Ein Kleinkind wird aus dir. Wie gut, dass ich dich in meinem Herzen trage und du so ewig mein Baby sein kannst. Mein Schatz, mein Wunder!
Wenn ich die letzten vier Wochen rückblickend betrachte, weiß ich nicht, wann du das letzte Mal so einen großen Sprung gemacht hast. Innerhalb von drei Tagen hast du gelernt dich alleine hinzusetzen und in einem Affenzahn durch die Bude zu robben. Du bist ein wenig kuscheliger geworden (jipiiiii!!!) und sooo zufrieden! Aber immernoch kein "Auf dem Schoß - Kind". Du zappelst dann rum, willst aufstehen, an Ohren und Haaren ziehen am liebsten an die entferntesten Dinge. Obwohl du dich wie ein Weltmeister vorwärts schiebst, hälst du immer noch gerne inne und verbringst die ruhigen Minuten auf dem Rücken liegend. Erwachsene, ganz gleich wer es ist, werden nur zu gerne von dir zum Hochziehen benutzt. Auch hier zeigst du dein Temperament, falls man mal keine Lust oder Zeit hat dir als Turnstange zu dienen. Möbelrücken scheint besonders schön zu sein. Der ewig quitschende Sound vom Stuhlbein auf den Holzdielen gehört bereits zum Alltag. Der Hund ist jetzt näher in dein Interessensfeld gerutscht. Man könnte sagen, du verfolgst das arme Ding. Ihm ist es nicht geheuer, wenn du fröhlich quitschend auf ihn zu robbst und so verschwindet er meistens in seinem Körbchen. Wir üben das natürlich und schmusen regelmäßig zusammen.
Du hast bereits absolute Lieblingsspeisen, wie Erdbeeren, Äpfel und Brot mit Ziegenfrischkäse. Du scheinst nie Hunger zu haben, bis zu dem Momant wo man dir etwas anbietet. Deine Hände schnappen dann schnell auf und zu und du wirst ganz aufgeregt. Wehe, ich bin dann nicht schnell genug.
Dein Schlafverhalten ist wirklich traumhaft. Mittags schläfst du 2 Stunden, nachst wirst du nur noch einmal wach.
Du scheinst überall zufrieden, doch am liebsten kramst du zuhause in deinen Spielzeugkisten oder im Bücherregal rum. Dein interesse an anderen Kindern ist deutlich gestiegen. Du fuchtelst vergnügt mit den Armen, beobachtest konzentriert und lachst glücklich vor dich hin, wenn sie an dir vorbei rennen oder sich mit dir beschäftigen.
Hören wir Musik, singst du leise mit und scheinst in deiner eigenen Welt. Ich habe jetzt täglich Ohrwürmer von den klassischen Kinderliedern und ertrage dies tapfer!
Mit deinen 82cm und 10 kg bist du ein großes Mädchen. Ich hoffe, es bleibt dir im Gegensatz zu mir erspart, mit 12 bereits Schuhgröße 42 zu haben. Der Rehleinpapa und ich finden immer mehr Gemeinsamkeiten mit uns. Du hast seine Füße und Wimpern und meine Hände und Nase. Du, mein kleines Rehlein beschäftigst dich stundenlang alleine, was mich zu einer ebenfalls sehr zufriedenen Mama macht.
Täglich entdeckst du mehr deiner Fähigkeiten und es ist erstaunlich, wie du mein Verhalten bereits schon jetzt durchschaust. Wir sind ein gutes Team und sollte ich doch mal anderer Meinung sein als du, findest du immer schnell Wege der Regulation für dich.
Schon jetzt bin ich so stolz auf mein Mädchen. Mit Spannung erwarte ich all deine noch verborgenen Wesenszüge und Eigenschaften. Ich wünsche dir, dass du deinen Koffer mit Fähigkeiten voll packen kannst, mit Dingen, die dich zu einem starken, selbständigen und ausgelichenen Kind machen.
In vier Wochen dann, bist du offiziell kein Baby mehr. Ein Kleinkind wird aus dir. Wie gut, dass ich dich in meinem Herzen trage und du so ewig mein Baby sein kannst. Mein Schatz, mein Wunder!
Sonntag, 7. Juli 2013
Heile, heile Gänschen
Nun gut, die Schnupfnase ist mal wieder bei uns eingezogen. In diesem Zuge habe ich meine Hausapotheke ausgemistet und auf den neusten Stand gebracht. Aufgefallen ist mir dabei, dass ich überwiegend Zeug für das Rehlein habe. Ich hatte mich ja schon komplett eingedeckt, bevor die erste Bazille überhaupt die Chance gehabt hätte. Und dabei setze ich größtenteils auf homöopathische Mittel. Lange habe ich recherchiert, wollte ich doch nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich an Arzneien in mein Kind stecken. Und die Erfahrung zeigt bis jetzt, dass man die klassischen "Wehwehchen" wirklich gut mit pflanzlichen Wirkstoffen behandeln kann. Hier ein kleiner Einblick in unsere "Apotheke für Unterwegs".
Die für uns wichtigsten Globoli:
Apis = Insektenstiche, Sonnenbrand
Aconitum = plötzlich auftretende/r Angst, Panik, Schmerz
Arnica = Schnittwunden, Prellung, Verstauchung
Arsenicum Album = Erschöpfung, Durchfall und Erbrechen
Belladonna = unser klassisches Fiebermittel
Calendula = Zahnen, Wunden
Cantharis = Blasenentzündung
Kalium bicronicum = Schnupfenmittel
Diese Mittel haben sich bei mir und meinem Kind bewährt. das heißt nicht, dass man sie grundsätzlich bei diesen Beschwerden geben darf!
Kupfersalbe und Nasenbalsam für Kinder von Wala
Agropyron Globuli velati = gebe ich aktuell gegen Schnupfen
Viburcol Zäfchen = Unruhezustände oder Zahnen
Carum carvi Zäpfchen = Verdauungsschwierigkeiten
Kochsalzlösung = Schnupfen
Osanit = Zahnen (allerdings hilft bei uns eher ein gezieltes Mittel)
Rhinodoron Nasenspray
Paracetamol 125mg Zäpfchen = mittelstarke Schmerzen und Fieber
Also fast alles pflanzlich!
Ich bin froh, wenn ich nichts davon brauche und beruhigt, wenn es bei allen Ausflügen dabei ist. Doch für alle Wehwehchen gilt das wohl wirksamste Mittel: Trösten, Singen, Schmusen. Und das gebe ich gerne großzügig! Mehr als nötig und soviel wie möglich :-)
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| Für fast alle Fälle |
Apis = Insektenstiche, Sonnenbrand
Aconitum = plötzlich auftretende/r Angst, Panik, Schmerz
Arnica = Schnittwunden, Prellung, Verstauchung
Arsenicum Album = Erschöpfung, Durchfall und Erbrechen
Belladonna = unser klassisches Fiebermittel
Calendula = Zahnen, Wunden
Cantharis = Blasenentzündung
Kalium bicronicum = Schnupfenmittel
Diese Mittel haben sich bei mir und meinem Kind bewährt. das heißt nicht, dass man sie grundsätzlich bei diesen Beschwerden geben darf!
Kupfersalbe und Nasenbalsam für Kinder von Wala
Agropyron Globuli velati = gebe ich aktuell gegen Schnupfen
Viburcol Zäfchen = Unruhezustände oder Zahnen
Carum carvi Zäpfchen = Verdauungsschwierigkeiten
Kochsalzlösung = Schnupfen
Osanit = Zahnen (allerdings hilft bei uns eher ein gezieltes Mittel)
Rhinodoron Nasenspray
Paracetamol 125mg Zäpfchen = mittelstarke Schmerzen und Fieber
Also fast alles pflanzlich!
Ich bin froh, wenn ich nichts davon brauche und beruhigt, wenn es bei allen Ausflügen dabei ist. Doch für alle Wehwehchen gilt das wohl wirksamste Mittel: Trösten, Singen, Schmusen. Und das gebe ich gerne großzügig! Mehr als nötig und soviel wie möglich :-)
Samstag, 6. Juli 2013
Breiverweigerung
Heute beim Abendessen, hat das Rehlein einfach mal auf den Brei verzichtet. Oder besser gesagt, es drehte sich abrupt zur Seite und schüttelte anschließend energisch den Kopf. Ok, das war deutlich! Also gab es erst einmal Brot mit Ziegenkäse. Erstaunlicherweise kam ich mit dem Nachliefern gar nicht hinterher. Es wurde gesaugt und gekaut, als gäbe es ab morgen nix mehr zu essen. Ich konnte endlich mal in Ruhe meinen eigenen Teller leer essen. Alle Eltern wissen ja, dass man eher zum Schluss der gemeinsamen Mahlzeit dazu kommt sich selber mit Nahrung zu versorgen. Geht die kindliche Futterluke doch unaufhaltsam immer wieder auf und zu. Doch jetzt, so allein beschäftigt, konnten der Rehleinpapa und ich ein entspanntes Gespräch führen und gemeinsam über die Selbstständigkeit unserer Tochter staunen. Dabei stierte sie auf unsere Teller und stand hin und wieder vor lauter Aufregung in ihrem Hochstuhl auf. Musste schließlich alles genau inspiziert werden. Vielleicht gab es da noch mehr, bessere Sachen. Und wirklich!
Denn ich entschloss mich spontan ihr ein Ei anzubieten. Ich erinnerte ich mich an die allergische Reaktion des Kindes meiner Freundin auf Hühnerei. Allerdings war da schon der größte Teil im Rehleinmund verschwunden und siehe da, nicht die kleinste Idee einer Unverträglichkeit. Es kamen noch andere Speisen in den kleinen Kinderteller. Allerdings schön der Reihe nach! Denn kaum hatte ich was Neues reingelegt, wurde das bereits Angekaute sofort fallengelassen. Es scheint eine anstrengende Sache zu sein neue Nahrung auszuprobieren! Schon beim Hinlegen ins Bettchen war das Kind im Land der Träume. Mal sehen, ob die Breiverweigerung jetzt zum Programm gehört. Mir ist es recht, auch wenn ich die Küche danach einer Spezialreinigung unterziehen muss. Wie gut, dass mich dabei der Hund unterstützt, der sich mit absoluter Sicherheit über die neue Vielfalt seines Nachtischen freut.
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| Essensschlacht |
Sonntag, 30. Juni 2013
Rollt sie noch, oder passt sie schon?
Wie jede Mutter wünschte ich mir schon vor der Schwangerschaft ein gesundes Kind, das sich nach seinen individuellen Bedürfnissen gut entwickelt. Gerade das Verständnis und die Akzeptanz für eben diese Individualität spielten in meiner Vorstellung von mir als Mama eine große Rolle. Weiß ich doch aufgrund meiner Arbeit und der daraus resultierenden Erfahrung, dass jedes Kind unterschiedlich ist und die elterlichen Erwartungen nicht immer mit dem "Entwicklungsplan" des Kindes übereinstimmen. Auf gar keinen Fall wollte ich zu den Müttern gehören, die ihr Kind in den Spiel und Krabbelgruppen mit anderen akribisch vergleichen. In zahlreichen Entwicklungsgesprächen blickte ich in enttäuschte und manchmal sogar empörte Mama- und Papaaugen, wenn die Bildungsdokumentation des Kindes nicht ihren Vorstellungen entsprach. Ich fragte mich oft, wie dies aus Sicht des Kindes zu betrachten sei und kam zu dem Schluss, dass sich ein Menschenkind besonders gut entwickeln kann, wenn es von seinen Eltern so angenommen wird, wie es eben ist. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Ich nahm mir also vor, geduldig und zufrieden zu sein mit dem, was mein Kind mit sich bringt. Vorausgesetzt die Entwicklung verläuft "gesund". Und der Plan ging auf. Das Rehlein wuchs, lernte immer wieder neue Dinge und war darüber hinaus wirklich zuckersüß. Dann fand ich plötzlich in meinem Emailfach eine Mail vom "Babyentwicklungskalender". Ich hatte mich in der Schwangerschaft bei einem Portal angemeldet, um die Entwicklung des Babys zu verfolgen und die monatlichen Infos kamen jetzt auch nach der Geburt. "Och!" dachte ich. Da kann man ja mal reinschauen. Ein kleiner Teil meines Gehirns schien mich schon zu warnen. "Denke dran, egal was da steht, es wird nicht hundertprozentig auf dein Kind zutreffen!" Kein Problem, alles nur Statistik. Um es mal ganz selbstreflexiv zu beschreiben, bei jeder Fähigkeit, die es laut Kalender bereits entwickelt haben sollte, überprüften meine Gedanken den Status Quo. Ich konnte quasi gar nicht anders. Ich fand es nicht schlimm, dass mein Kind den Kopf noch nicht so lange hoch halten konnte wie der Durchschnitt und auch in den darauffolgenden Monaten blieb ich gelassen. Und dies obwohl sich eines ziemlich schnell zeigte: Mein Kind gehört nicht zu den Motorikzündern, die die Fortbewegung als Nahziel haben. Erst mit sieben Monaten drehte sich das Rehlein das erste Mal vom Rücken auf den Bauch. Ich habe mein Kind immer viel beobachtet und mir fiel auf, dass es mit Vorliebe kleine Dinge genau untersucht. Und das kann man eben besser, wenn man auf dem Rücken liegt und das Objekt der Begierde direkt vor die Augen hält! Vor ein paar Tagen fing sie das erste Mal an auf dem Bauch vorwärts zu robben. Zugegeben, ich freute mich wie eine Schneekönigin. Darauf hatte ich schon lange gewartet. Im Pekipkurs war sie die Einzige, die den direkten Vorwärtsgang noch nicht entdeckt hatte. Ich erwischte mich also immer wieder dabei, wie ich so ein klitzkleines Seufzen in mir aufsteigen fühlte, wenn all die anderen Kinder an mir vorbei krabbelten und mein kleines Rehlein glucksend glückseelig vor mir auf dem Rücken lag. Und ich denke, dass das allen Mamas so geht. Man vergleicht unwillkührlich und das ist auch nicht das Problem. Was man aus den gewonnenen Erkenntnissen macht ist entscheidend! Mein Kind hat sich gegen die übliche Variante entschieden. Es wird allen Anschein nach auch nicht durchs Krabbeln, sondern über die Seite zum Sitzen kommen und das ist ok. Das Rehlein bewegt sich wie eine kleine Ballerina kugelnd durch die Wohnung. Seine langen Beine und die kleinen Arme tanzen dabei umher und jede Geste, jede Regung scheint geplant und gewollt. Ist das Ziel nah, wird gerobbt, ist es fern wird gerollt. Dabei ist sie ständig in Bewegung. In ihrer eigenen Art der Bewegung. Ob es das Schlafen oder Essen, die Sprach - oder kognitive Entwicklung ist, wir wollen alle nur das Beste für unser Kind. Dabei vergessen wir manchmal, dass wir selber auch nicht alles gleich gut oder gleich schnell wie andere können. Wer nun doch nach Literatur sucht, die Aufschluss über die kindliche Entwicklung gibt, kann ich nur "Kinderjahre" von Remo H. Lago empfehlen! Dort lernen wir "Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung" zu verstehen. Das oft ans Herz gelegte Buch "Oje, ich wachse" hat mich dagegen eher verrückt gemacht. Demnach befinden sich die meisten Kinder ja in einer Dauerphase :-) Für mich war es immer sinnvoll mir mit Hilfe von Literatur Sicherheit zu beschaffen. Doch nun habe ich die Fähigkeit der Beobachtung neu für mich entdeckt. Wenn ich all die Erwartungen und Vorstellungen außenvor lasse und mich auf die pure Beobachtung meines Kindes einlasse, kann ich so viel über seine Entwicklung erfahren. Und wenn ich es genau betrachte, stelle ich immer wieder fest: Dieses Kind passt zu mir, wie die Faust auf`s Auge! Es passt nicht nur zu mir, es passt mir auch so wie es ist.
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