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Sonntag, 17. August 2014

2 Jahre Rehlein

Mein kleines Rehlein. In Superultraschallgeschwindigkeit bist du 2 Jahre alt geworden. Nachdem ich das erste Jahr noch begreifen konnte, stellt sich mein Verstand, bei dem Versuch das zweite zu erfassen, einfach quer. Wie konnte das so schnell passieren?!
Du bist heute zwei Jahre und drei Tage alt. 93 cm groß und 11,8 kg schwer. Du hast Schuhgröße 25/26 und ich kaufe nix mehr unter 98/104 Kleidergröße.
Wenn du rennst, bleibt mir immer noch ab und zu das Herz stehen, so wackelig erscheint mir dein Flitzemodus. Doch nur selten geht was schief. Klettern, rennen, balancieren und springen klappt alles super
Dein Wotschatz erweitert sich täglich und gerade jetzt, nach zwei Wochen Kindergarten, sind wir immer wieder platt, was für Redewendungen du verwendest.
Aktuelle Favoriten:
"Das darf doch nicht wahr sein!"
"Alter Schwede!"
"Ach du meine Güte!"
Grundsätzlich kannst, möchstest und weißt du alles, was Mama und Papa können, möchten und wissen.
Der große Trotzanfall lässt noch auf sich warten und bis jetzt zeigst du eine große Kooperationsbereitschaft.
Du gehst aufs große Klo, aber bis jetzt nur als Trockenübung. Schlafen und Essen...ganz ehrlich? Völlig unkompliziert. Da haben wir wohl einfach Glück gehabt! Du isst und trinkst selbstständig. Die Flasche abends habe ich vor ca zwei Monaten einfach weggelassen. Stattdessen abends noch einen Schluck Wasser aus dem coolen pinken Becher. Dies hat irgendwie gereicht, um dich zu überzeugen. Ja, auch hier einfach Glück gehabt ;-) Viel spannender ist es aber, wie sich dein Character entwickelt. Du singst oder summst sehr viel. Ich kann die, dir bekannten Melodien gut erkennen. Bücher sind nach wie vor wichtig für dich. So ließt du dir oder deiner Puppe regelmäßig etwas vor. Zuhören lohnt sich immer, denn das ist zuckersüß und zum Totlachen! Du hast die ersten Freundschaften geschlossen, die durch regelmäßige Kontakte wirklich von großer Bedeutung für dich sind. Ich sehe dies daran, dass du mit deinen Freunden am Spielhandy telefonierst, Geschichten über sie erfindest oder auch beim Gute Nachgebet an sie denkst. Du gehst für eine Zweijährige recht sorgsam mit deinen Spielsachen um. Spielst ganze Einkaufsscenarien nach und fährst gefühlte 100 mal am Tag mit deiner Puppe in den Urlaub. Bei all dem Spielzeug, das du angesammelt hast, spielst du im Moment doch am liebsten mit dem Papa "Eismaschine". Dabei setzt ihr euch vor die Heizung und du schraubst an dem Temperaturregler rum. Der ist Waschbecken und Maschine zusammen. Immer wieder geht die Eismaschine kaputt, damit der Papa sie reparieren kann. Er macht dabei spannende Reperaturgeräusche und du himmelst ihn an und bekommst gar nicht genug von diesem Spiel. Du verwendest im Spiel unterschiedliche Stimmlagen und schlüpfst schon in verschiedene Rollen. Wir konnten dir einen großen Fundus an Spielfähigkeiten mitgeben, die dich im Kindergarten sicher zu einer beliebten Spielpartnerin machen. Überhaupt beschäftigst du dich gerne alleine, kramst in deinen Sachen rum und quasselst non stop vor dich hin. Du hast viel Sinn für Humor und ich wiederhole die Gags nur zu gerne für dich immer und immer wieder, nur um deine Quitschelache zu hören.
Du magst es nicht, wenn dir fremde Leute in die Augen schauen. Ist dir irgendwie zu nah, denke ich. Doch nach einer kleinen Weile wirst du mutiger und begegnest allen offen und freundlich. Leider kommst du selten kuscheln, doch damit komme ich zurecht. Wir haben viele kleine Rituale, mit denen wir uns unsere Zuneigung zeigen. So wird sich abends vor dem Schlafengehen immer noch einmal gedrückt. Alle drei mit umschlungenden Armen. Dabei klopfst du uns mit einem weisen Gesichtsausdruck liebevoll auf die Schultern.
Mein Kind, mein Herz ist bis zum Rand gefüllt mit Liebe für dich. In manchen Momenten läuft es über und dann tut es ein wenig weh. So bist du mir am Freitag das erste Mal in die Arme gelaufen, als ich dich aus der Kita abgeholt habe. Dafür hattest du vorher wahrscheinlich keine Kopf. Dabei hast du laut gelacht und wir haben kurz alles um uns herum vergessen. Ich lerne gerade dich loszulassen...ein kleines Stück. Wenn ich sehe, wie du selbstständig die Welt eroberst und dir deine Freiräume erkämpfst, platze ich vor Stolz! Jeden Tag aufs neue glaube ich, dich nicht noch mehr lieben zu können, bis du mich im nächsten Moment eines besseren belehrst.
Mein Rehlein, meine Zaubermaus, mein Wunder, meine große Tochter. Ich wünsche dir und uns als Familie, dass du dich so entwickeln kannst, wie es deiner kleinen Seele am besten gefällt!

Mittwoch, 7. Mai 2014

10 Cent

Jetzt muss ich Euch doch noch schnell vom gestrigen Abend berichten. Ich wickel das Rehlein auf der Wickelkommode. Plötzlich würgt dieses und ich sehe, wie sich ein 10 Cent Stück im Rachen des Rehleins befindet. Zack - umgedreht und kräftig auf den Rücken geklopft. Leider ohne Erfolgt. Nach drei Sekunden Würgen, die sich für mich wie Stunden angefühlt haben, atmet das Rehlein wieder normal und sagt im fröhlichen Ton : "Oh, Geld schluckt!"
Herrje, ich habe mich so sehr erschrocken! Wie zur Hölle kommt die an das Geld? Sie muss es in der Hand gehabt haben und dann ist es wohl ausversehen in ihren Mund gefallen...von oben eben als sie auf dem Rücken lag. Auf jeden Fall ist es jetzt im Rehlein. Mein erstes Gefühl war relativ entspannt. Hört man doch ständig von Kindern, die irgendwas verschlucken. Doch der Platzhirsch hat mich wahnsinnig gemacht! Ich wurde von ihm echt zusammengestaucht, wie denn das Geld da rumliegen kann usw. Ich habe dann verschiedene Leute angerufen, bis mir eine Kinderärtzin im Krankenhaus die Ruhe wiedergab. Da das Rehlein nicht gehustet hatte und auch keine Anziechen von Schmerzen zeigte, solle ich einfach den Windelinhalt die nächsten drei Tage checken und hoffen, dass es bis dahin wieder draußen ist. Obwohl ich mir ja denken konnte, dass das heute morgen noch nicht der Fall sein konnte, habe ich trotzdem das morgentliche Ergebnis gecheckt und ganz ehrlich...das ist wirklich nicht so schön. Mein Kind zu wickeln war noch nie unangenehm. Und alle Eltern kennen die unglaublichen Stinkbomben gerade in einer Krankheitsphase, doch darin rumzustockern ist nochmal ne andere Nummer. Jetzt futtert das Rehlein getrocknete Aprikosen und Äpfel und ich hoffe soooo sehr, dass sich das von alleine erledigt und wir nichts weiter unternehmen müssen. Schließlich kann sich eine Münze auch iregndwo in eine Falte legen und dann müsste sie operativ entfernt werden. Also bitte Daumendrücken! Jetzt warte ich noch auf den Rückruf des Kinderarztes, von dem ich mir auch nochmal die "Wartevorgehensweise" bestätigen lassen möchte. Dank Google weiß ich jetzt auch wirklich alle Fakten zum Thema und beobachte mein Kind auf Schritt und Tritt. Irgentwie bescheuert, als würde das Centstück plötzlich aus ihrem Mund fallen! Als ich meine Mutter und deren Freundin angerufen habe, haben mich übrigens beide unabhängig voneinander gefragt, ob ich denn nie Michel aus Lönneberger geschaut habe. Der hat wohl auch so einiges verschluckt. Ich möchte aber auch nicht erleben, wie mein Rehlein mit dem Kopf in einer Suppenschüssel steckenbleibt! Mannomann, da machste was mit!

Donnerstag, 10. April 2014

Magische Erinnerungen

Wie alle Eltern, möchte ich den ein oder anderen Moment mit meinem Kind, fest einschließen, um ihn für immer parat zu haben. Augen schließen und abspielen können. Irgentwie wächst dieser Wunsch in letzter Zeit so stark. Vielleicht, weil im August alles anders wird oder weil das Rehlein mal wieder einen riesen Sprung in seiner Entwicklung gemacht hat. Wenn ich mir die Videos von den letzten 1 1/2 Jahren anschaue, bin ich wirklich dankbar für diese Dokumentationshilfe.So kann ich mir die vielen Momente noch einmal anschauen und begriefen, wie schnell Kinder in dem Alter wachsen und sich entfalten.
Doch manchmal braucht man nicht zu filmen. Manche Dinge brennen sich ein. Abends im Bett versuche ich vor dem Einschlafen noch einmal alle wichtigen Ereignisse des Tages abzurufen, um sie besser speichern zu können. Hilft das? Keine Ahnung, es beruhigt mich. So musste ich gestern immer wieder daran denken, wie ich mit dem Rehlein vor dem Zubettgehen noch gebetet habe. Ich sage dann immer ein kleines Kindergebet und danach erzähle ich von unsrem Tag. Und wie ich da so erzählte vom Rutschen und Einkaufen, begann das Rehlein plötzlich von seinen Erinnerungen zu berichten.
R: "Oma daußen Reihe!"
ich: "ja, wir waren bei der Oma."
R: "Oma daußen Reihe!!!"
Ich hatte keine Ahnung. Wenn man nicht weiß, worum es geht, kann man zum Glück mit einer Bestätigung nix falsch machen.
ich: "hmmm, draußen waren wir".
R: "DA REIHE!"
Da viel mir ein, wie ich das Rehlein bei der Verabschiedung noch über den Zaun am Vorgarten gehoben habe, damit es da auf dem kleinen Weg hin und her laufen kann. Und ich erinnerte mich, wie es dabei leise gesungen hat :" Reihe, Reihe, Reihe...."
Wenn ich Dinge aneinanderreihe singe ich immer: " Eine lange Reihe....!" Und da das Rehlein genau die gleiche Melodie verwendete, gehe ich jetzt mal davon aus, dass es den Weg wie eine lange Reihe gesehen hat.
ich :" Ach ja, du bist da bei der Oma auf dem Weg gelaufen!"
Erleichterung in den Kinderaugen Endlich hat die es geschnallt!
R: " Ja! Reihe, Reihe, Reihe!"
Dann konnte entspannt geschlafen werden.
"Irre", dachte ich. An was die sich so alles erinnern.
Das Rehlein weiß wo Oma und Opa wohnen, wo es in unserer Stadt Bagger zu gucken gibt und natürlich auch, in welchem Laden es eine Wurst an der Theke gibt. An was es sich wohl erinnert, wenn es groß ist? Ob es auch die ruhigen, kuscheligen Herzmomente mit Mama und Papa sind? Oder der blöde Moment, in dem das Playmobilmännchen von der Hosentasche herausgefallen und für immer und ewig in unserem schönen Fluß der Itter verschwunden ist? Ich wünsche mir, dass seine Erinnerung an die Kindheit, ein warmes, wohliges Gefühl herbeirufen, dass auch ein wenig Sehnsucht mit sich bringt. So wie ich es fühle, wenn ich an meine Kindheit denke. Dann denke ich nämlich an warme Sommerabende (wisst ihr noch, als es in den Sommerferien tatsächlich sechs Wochen lang warm und sonnig war?), an tolle Verstecke im Garten, Bauchkribbeln an Weihnachten und wie wir alle zu fünft auf Matratzen im Wohnzimmer übernachtet haben. Ich denke daran, dass ich lieber zuhause als im Kindergarten war und dass ich stundenlang spielen konnte. Ich bin davon überzeugt, dass ich alle wichtigen Erinnerungen in mir habe (wie soll ich auch wissen, welche nicht mehr da sind?) Anstatt sich davor zu fürchten, dass alles so schnell vorbei geht, versuche ich jeden Moment bewusst zu erleben. Und so kann auch ein kurzer Blick, eine kleine Berührung oder ein einziges gesprochenes Wort zu einer magischen Erinnerung werden.
Wie gut, dass sich mein Gehirn auch an unwichtigere Dinge, wie an die Wäsche erinnert. Die muss nämlich jetzt aufgehangen werden.

Montag, 3. März 2014

Kontrollverlust

Seit fünf Tagen habe ich einen fanatischen Superfan-Stalker hier zuhause.
Nach einem 24 Stunden Fieber ging es los. Plötzlich verwandelte sich mein liebstes Rehlein in einen kleinen Wutzwerg, der wenn er nicht gerade wütend ist, bitterlich knatscht. Dabei heult das Rehlein in herzzerreißenden Tönen. Gerne auch ganz leise und hoch. So, als würde es für eine dramatische Szene im Theater üben. Außerdem klebt es an mir und fordert dies ständig - und ich meine ständig - von mir ein:
R: "Arm"!
Ich: " Ich kann dich jetzt nicht auf den Arm nehmen, weil ich gerade koche/putze/etwas anderes trage/ auf dem Klo sitze"!
R: "Schoß"!
Ich: " Nein, auf den Schoß geht jetzt auch nicht"!
Dann wird kräftig geweint. Und dabei zeigt sich eine erstaunliche Beharrlichkeit, die meistens dazu führt, dass ich - naja ihr wisst schon- meine Tätigkeit unterbreche.
Zunächst schob ich es auf die Zähne. Ist ja auch so einfach, um sich keine weiteren Sorgen machen zu müssen. Doch genauer betrachtet, glaube ich, dass mein Kind beginnt zu verstehen, dass wir beide nicht ein und die selbe Person sind. Das löst bestimmt eine Menge Stress aus, wenn man verzweifelt versucht die Kontrolle über die Mama zu behalten. Da erscheint mir die "Arm- Schoß" Strategie sinnvoll. Leider kann der Rehleinpapa nicht wirklich helfen, da das Kind einfach nicht zu ihm will. Es will schon, doch nur, wenn ich auch dabei bin. Wenn wir im Supermarkt eine Freundin treffen, muss das Rehlein plötzlich anfangen zu weinen. Und ich habe nur wunderschöne und nette Freundinnen. Egal, nicht die Mama - blöd!
Auch beim Essen scheint das Kind völlig von seiner eigenen Ambivalenz überfordert zu sein.
Ich: " Möchtest du Ei?" (Totales ♥ Essen)
R: " Ja!......NEIN..(schrei, heul)...Jaaaaaaa, haben"!
Ja, ich weiß. Ich bin mit einem wundervollen und normalerweise sehr anpassungsfähigen und flexiblen Kind gesegnet. Da haben andere Eltern nicht erst mit 18 Monaten das Gefühl bekommen, sie leben mit einem Kampfgnom. Ich bin wirklich selber schuld, dass ich andere Mütter, auf ihr Nachfragen hin, von unserer heilen Ponyhofatmosphäre erzählt habe. Zu denen muss ich jetzt nicht ankommen um mein Leid zu klagen. Ähhh, ja es sind erst fünf Tage und trotzdem kommt es mir vor wie eine Ewigkeit. Welche Erlösung bringt mir da der Einblick in diverse Fachliteratur, dessen Inhalt ich ja eigentlich aus beruflichen Gründen praktisch auswendig wissen müsste. Habe ich nicht selber den Mamas lächelnd über den Rücken gestrichen und geseuselt: " Sie wissen ja, mit anderthalb entdeckt ihr Kind, dass es nicht die totale Macht über sie und ihre Gefühle hat." Gesichtsausdruck der Mütter immer so: Hat es nicht?
Und jetzt ertappe ich mich, wie ich nervös wegschleiche vom Puppenspiel, um nur einen Kaffe wenigstens halb austrinken zu können, ohne spitze Kinderknochen auf dem Oberschenkel (wie machen die das nur, dass die ihr Gewicht immer so ausbalanchieren, dass...?)
Die Foren im Internet lassen vermuten, dass diese Phase sogar Monate dauern kann. Bestimmt gehts bei uns schneller! *Universumswunsch* und wenn man bedenkt, welche Kriese Kinder in dem Alter durchleben, muss man für einen fanatischen Superfan - Stalker noch dankbar sein. Habe ja schließlich selber auch gerne alles unter Kontrolle, ich alter Steinbock.


Freitag, 14. Februar 2014

18 Monate Rehlein

Der letzte Entwicklungsreport ist nun ein halbes Jahr her und wenn ich so daran zurückdenke, muss ich ein wenig schmunzeln. Denn jetzt mit deinen 1 1/2 Jahren stellst du unsere Welt ganz schön auf den Kopf mein liebes Kind! Ich habe das Gefühl, deine Synapsen explodieren ununterbrochen und jeden Morgen bin ich gespannt, was du mir Neues  von dir zeigst.
Du bist jetzt 83cm groß und 11,5 Kilo schwer. Deine Haare kann ich nur noch mit mehreren Haarspangen bändigen, die dir immer wieder rausrutschen, da deine Haare so glatt sind. Du läufst seit November letzten Jahres und bisher sind wir mit einem Paar Schuhe in der Größe 22 ausgekommen. Noch lässt du dich ganz gerne im Kinderwagen oder Buggy rumschieben. Getragenwerden passt dir dagegen weniger, was du mit "LAUFEN!" im Befehlston alle wissen lässt.
Du quasselst in einer Tour und lernst täglich neu dazu. Vor ein paar Tagen wollte ich es genau wissen und kam auf ca 200 Worte. Am liebsten zählst du alle Familienmitglieder inkl. Partner und Haustiere auf. Du liebst deine Schleichtiere und Bären ("Bearfamily" aus den 80ern, die ich dir vermacht habe) und immer öfter spielst du damit "Mama, Papa, M...."). Bücher kannst du stundenlang verschlingen, wobei du dir selber etwas erzählst und in dich hineinkicherst. Sachen von A nach B tragen ist, wie bei allen Kindern deines Alters groß im Kurs und so bin ich nach wie vor von deiner ungeheuerlichen Kramtechnik beeindruckt. Operation "Schlachtfeld verursachen" beherrscht du perfekt. Siehst du andere Kinder ("Kinner") wirst du ganz euphotisch, hast du sie auch nur auf einer Reklametafel entdeckt. Du hast einen besten Freund, der auch ständig in deinen Erzählungen auftaucht. Er ist in deinem Leben verwurzelt und so ist es natürlich klar, dass in fast jedem deiner Bücher auch einer zu finden ist. Blonder Junge = L....
Du übernimmst Redensarten von uns oder kommentierst Situationen mit Sprüchen, die uns verdeutlichen, wie vorsichtig man jetzt mit Äußerrungen sein muss. Wenn wir mal lauter miteinander sprechen oder streiten, bringt uns dein "mann, mann" wieder auf den Boden der Tatsachen. Wenn ich mich ärger, sag ich das halt und so hälst du mir den Spiegel vor.
Alle Abläufe zuhause hast du verinnerlicht und hällst daran fest. Ich brauche quasi gar nicht mehr selber denken, sagst du mir doch, was ich als nächstes tun soll. Du kennst blau, lila, rot und grün und "zählst" gerne, wobei dein kleiner Zeigefinger auf Dinge tippt, du immerfort "eins, eins, eins" sagst und zustimmend nickst.
Nach wie vor schläfst du durch und lässt dich mittags wie abends problemlos hinlegen *Yeah*.
Du isst alles, mal mehr mal weniger und hast mich gestern das erst mal wissen lassen, dass du keinen Reis, sondern Nudeln haben möchtest. Gerne trinkst du alleine aus dem Becher. Doch wenn es mal mit dem Löffel nicht so klappt, gibst du ihn gerne mit einem bestimmenden "Mama!" an mich ab.
Du bist nun endlich auch zu einem "Kuschelkind" geworden, das mich drückt und küsst und gerne bei mir auf dem Arm ist. So verbringst du die ein oder andere Spielgruppe damit auf meinem Schoß rumzuhampeln, dann aufzuspringen und dich nach wenigen Minuten  wieder auf mich zu werfen, als wäre ich ein Sitzsack oder Klettergerüst.
Du bleibst gerne bei deinen Omas und mein Papa scheint besonders wichtig zu sein. So hast du bis heute nicht vergessen, dass er dir mal mit nackten Füßen die Türe geöffnet hat. Bei jedem Besuch siehst du also erstenmal nach, ob er Socken an hat. Als du in der Puppenkiste ein kleinen blau kariertes Hemd gefunden hast, kamst du mit freudestrahlenden Augen und "Opa, Opa" rufend zu mir gelaufen. Hat halt nur der Opa an, solche Hemden.
Bei all den Dingen die du kannst, ist es doch deine Persönlichkeit, die mich jeden Tag aufs neue fasziniert. Ich schaue mir viele Filme an, die wir, Gott sei dank, so zahlreich von dir gemacht haben. Hätte ich sie nicht, wären so viele Momente einfach fort. Wie du ganz frisch in meinem Arm liegst, meist schlafend und noch so unberührt von dieser Welt. Jetzt bist du bereits geprägt. Geprägt von unseren Werten, unseren Vorstellungen wie man miteinander umgeht und das Leben gestaltet. Ich bedanke mich jeden Tag dafür, dass du ohne Angst, Hunger und Not aufwachsen kannst und Freude und Liebe deine Welt beherrschen. Ganz deutlich wird, dass nicht nur wir dich, sondern auch du uns prägst und uns Dinge zeigst, die in Vergessenheit geraten sind. Ich würde mit dir bis an mein Lebensende einen Käfer im Gras beobachten und den Mond hinter den Wolken suchen und hätte nichts verpasst. Ich sehe mich in dir, wenn du in die Ferne schaust und die Stirn kräuselst und wünsche mir so sehr, dass du eines Tages auch dieses Wunder erlebst! Ich gebe ALLES, damit du so sein kannst, wie du bist.
Du bist mein Glückskind, meine Herzensheilerin, Wundertüte, Zaubermaus.


Sonntag, 27. Oktober 2013

Morgenstund hat Kram im Mund

Wenn du heute Morgen von deinem persönlichen Handmade Bio Wecker, von dem in 99% der Fälle wahrscheinlich aus evolutionären Gründen nur die Frauen geweckt werden, aus dem Schlaf rerissen wirst und es schaffst, auf einer 10 Meter langen Strecke, 5x barfuß auf ein Spielzeug zu treten, bevor du beim Anblick deines morgentlichen Weckdienstes all den Schmerz vergisst, dann weißt du, du bist im Elternclub.
Heute Morgen war es dank Zeitumstellung gerade mal 5:30 Uhr, als ich mich, wie jeden Morgen dazu endschied, mir mein Kind zu schnappen, um den täglichen "Wir legen uns jetzt noch mal kurz hin - Versuch" zu starten. Die Frage ist, warum tue ist das? Weiß ich doch schon vorher, dass hier außer dem Platzhirsch, der meine Abwesenheit erst gar nicht bemerkt hat, niemand mehr schlafen wird. Doch die reine Vorstellung davon, die Augen noch 5 min schließen zu können, ist einfach zu verführerisch. Dass das Rehlein noch einmal in unserem Bett einschläft, ist bereits ein halbes Jahr her. Jetzt schläft es durch und sieht somit auch keine Notwendigkeit dafür. 11 Stunden Schlaf sind ja auch super für ein 14 mon altes Kind.
Ich tue es aber wie gesagt trotzdem und lege uns im Dunklen nebeneinander. Das Licht der Straßenlampen scheint durch das Rollo und für ein paar Sekunden ist das Rehlein von diesem Lichtspiel so faziniert, dass ich mich mit einem tiefen Seufzer meiner Vorstellung vom Weiterschlafen hingebe. Nur kurz, denn ich habe einen Finger in der Nase und es ist nicht meiner. Als ich meine Augen öffne, hockt das Rehlein ganz nah vor meinem Gesicht und ruft : " Daaaaaaa!" steckt seinen anderen Finger in mein Auge und lässt einen langen Sabberfaden in meinen Ausschnitt tropfen. Ok, es muss ein Ablenkungsmanöver her. Kurzere Griff auf die Fensterbank und siehe da, es hat sich für die Rehleinbespaßungszeit eine beachtliche menge an Kram angesammelt. Ich gebe meiner Tochter ein Teil nach dem anderen. Das eine mehr, das andere weniger lange interessant. Hin und wieder landet etwas davon in meinem Mund. Es macht sooo viel Spaß die Mama zu füttern. Da muss man nur ein bischen fester drücken, wenn die ihren Mund nicht auf macht! Kopfweckdrehen hilft da übrigens nicht. Ich habe immer eine Hand an ihrem Schlafsack, damit sie mir nicht doch einmal unbemerkt vom Bett krabbelt. Doch dafür müsste ich ja einschlafen und das ist...du weißt schon. Eigentlich ist das Rehlein nicht so von der wilden Sorte. Doch morgens im Bett von Mama und Papa, da kann mann sich schon mal wie ein kleiner Kampfwestler verhalten. ich glaube ja, es ist Liebe, wenn sie sich ohne Voranmeldung mit voller Wucht auf meinen Kopf schmeißen lässt. Nicht selten gab es Tränen. Bei mir. Lass dir mal eine unerwartete Headnut aus 1 Meter Entfernung von einem Kleinkind geben. Da habe ich den Sternenhimmel im Schlafzimmer inklusive! Spätestens dann ist schluss mit dem Versuch es sich noch einmal gemütlich zu machen. Schluss mit Kuscheln, schluss mit müde. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn das Rehlein nach 45 min  Babykauderwelschgequassel mir auf die Frage hin : " sollen wir mal aufstehen?" ein ganz klares "ja,ja,jaaaa!" antwortet. Darauf hat es ja auch fleißig hingearbeitet.
An alle zukünftigen Eltern: SCHLAFT, SCHLAFT UM EUER LEBEN!
Und wartet nicht so lange mit dem Kinderkriegen. Jeder Tag entschädigt euch 1000 mal für den Morgen!

Mittwoch, 14. August 2013

1. Geburtstag Rehlein

Überwältigt von der Tatsache, dass noch nie ein Jahr in meinem Leben so schnell verflogen ist, wie das Letzte, fehlen mir fast die Worte, um dich zu beschreiben, mein Rehlein. Wir haben uns gut kennengelernt wir beide. Sind zusammengewachsen, für immer. Heute bist du ein Jahr alt.
Meine Gedanken kreisten in diesen Tagen immer wieder um die letzten Schwangerschaftstage. Wie ich da lag, auf der Sonnenliege, meinen Bauch streichelnd. Wie ich am Tag vor deiner Geburt bei 30°  noch die Beete im Garten in Ordnung gebracht habe und wie ich kurz darauf gespürt habe, dass du nun endlich zu uns möchtest. Jetzt bist du ein wichtiger Teil, nein eigentlich DER Teil der Familie geworden. Du hast vieles bewegt, uns in Entwicklung gebracht, Freunde wieder enger zusammengefügt, uns alle sensibilisiert für die Herzensmomente im Leben. Doch wie bist du jetzt nach einem Jahr?
In den letzten vier Wochen hast du wiedereinmal einen unglaublichen Sprung in deiner Entwicklung gemacht. Du krabbelst wie ein kleines Äffchen, indem dein rechtes Bein (auch "Captain Morgan-Bein" genannt) für den nötigen Schwung sorgt. Robben ist out und seit einer Woche stellst du dich auf alle Viere, guckst dabei unter deinem Bauch hindurch zu deinen Füßen. Du ziehst dich hoch an allem was du findest und musst dabei die ein oder andere Beule in Kauf nehmen. Das muss alles ganz schön anstrengend sein, denn du futterst ordendlich. Eigentlich isst du mittlerweile alles, was ich dir anbiete. Beim letzten Grillfest, hättest du fast meine ganze Bratwurst gegessen! Fläschchen gibt es nur noch nachts, wenn du nicht durchschläfst. Das kommt zur Freue aller immer seltener vor (Obwohl ich das Kuscheln beim Fläschchengeben nachts sooo schön finde).
Deine Kommunikation hast du um Laute und Gesten erweitert. Du klatscht und drehst dich hin und her. Deine ersten Tanzbewegungen zwingen mich immer wieder vor Entzückung in die Knie.
Deine dazugewonnenen Möglichkeiten, machen dich noch zufriedener als du eh schon bist. Stößt du allerdings an deine Grenzen und es klappt nicht so, wie geplant, erkenne ich mich in dir wieder. Die Verzweiflung ist groß, aber kurz. Nachts, wenn du schlecht geträumt hast, bringst du erstaunliche Kräfte hervor. Du windest und wendest dich so sehr in meinem Arm, dass ich dich kaum halten kann. So standest du mit den Beinen (im Schlafsack!) schon ruckzuck auf meinem Schlüsselbein. Nicht so einfach, wenn man selber noch im Halbschlaf ist!
Du spielst am liebsten mit Bändern und Klimperkram. Körbe, Kisten und Taschen, die man ausräumen kann, sind nicht vor dir sicher. Doch der größte Spaß sind andere Kinder. Es ist einfach wundervoll, dich im Spiel mit ihnen zu beobachten.
Du bist ein wenig kuscheliger geworden. Ich denke das liegt an deinem stetig wachsenen Krabbelradius.
Wenn man sich vorstellt, dass man als Erwachsener so viel in einem Monat lernen würde, wie die Kinder...wie aufregend wäre wohl diese Zeit!
So wanke ich täglich zwischen Wehmut und Spannung. Wehmut, weil du jetzt kein Baby, sondern offiziell ein Kleinkind bist. Spannung, weil noch so viele Fähigkeiten und Eigenschaften in dir schlummern, die ich alle mit dir entdecken möchte.
Wie gut, dass sich der Rehleinpapa und ich einig sind! "Dann machen wir halt noch eins!" hat er gestern vor dem Fernsehen gesagt. Doch halt! Noch nicht sofort. Wir möchten uns noch nicht teilen müssen und dich noch eine Zeitlang als größtest Wunder erleben. Mein Rehlein, mein Baby!


Mittwoch, 17. Juli 2013

11 Monate Rehlein

Heute war ein langer Tag. Du hast so viel entdeckt, dich so viel bewegt und am Ende so viel geweint. Jetzt schläfst du seit 30 min und mein Herz vermisst dich schon sooo viel! Heut bist du 11 Monate und einen Tag alt.
Wenn ich die letzten vier Wochen rückblickend betrachte, weiß ich nicht, wann du das letzte Mal so einen großen Sprung gemacht hast. Innerhalb von drei Tagen hast du gelernt dich alleine hinzusetzen und in einem Affenzahn durch die Bude zu robben. Du bist ein wenig kuscheliger geworden (jipiiiii!!!) und sooo zufrieden! Aber immernoch kein "Auf dem Schoß - Kind". Du zappelst dann rum, willst aufstehen, an Ohren und Haaren ziehen am liebsten an die entferntesten Dinge. Obwohl du dich wie ein Weltmeister vorwärts schiebst, hälst du immer noch gerne inne und verbringst die ruhigen Minuten auf dem Rücken liegend. Erwachsene, ganz gleich wer es ist, werden nur zu gerne von dir zum Hochziehen benutzt. Auch hier zeigst du dein Temperament, falls man mal keine Lust oder Zeit hat dir als Turnstange zu dienen. Möbelrücken scheint besonders schön zu sein. Der ewig quitschende Sound vom Stuhlbein auf den Holzdielen gehört bereits zum Alltag. Der Hund ist jetzt näher in dein Interessensfeld gerutscht. Man könnte sagen, du verfolgst das arme Ding. Ihm ist es nicht geheuer, wenn du fröhlich quitschend auf ihn zu robbst und so verschwindet er meistens in seinem Körbchen. Wir üben das natürlich und schmusen regelmäßig zusammen.
Du hast bereits absolute Lieblingsspeisen, wie Erdbeeren, Äpfel und Brot mit Ziegenfrischkäse. Du scheinst nie Hunger zu haben, bis zu dem Momant wo man dir etwas anbietet. Deine Hände schnappen dann schnell auf und zu und du wirst ganz aufgeregt. Wehe, ich bin dann nicht schnell genug.
Dein Schlafverhalten ist wirklich traumhaft. Mittags schläfst du 2 Stunden, nachst wirst du nur noch einmal wach.
Du scheinst überall zufrieden, doch am liebsten kramst du zuhause in deinen Spielzeugkisten oder im Bücherregal rum. Dein interesse an anderen Kindern ist deutlich gestiegen. Du fuchtelst vergnügt mit den Armen, beobachtest konzentriert und lachst glücklich vor dich hin, wenn sie an dir vorbei rennen oder sich mit dir beschäftigen.
Hören wir Musik, singst du leise mit und scheinst in deiner eigenen Welt. Ich habe jetzt täglich Ohrwürmer von den klassischen Kinderliedern und ertrage dies tapfer!
Mit deinen 82cm und 10 kg bist du ein großes Mädchen. Ich hoffe, es bleibt dir im Gegensatz zu mir erspart, mit 12 bereits Schuhgröße 42 zu haben. Der Rehleinpapa und ich finden immer mehr Gemeinsamkeiten mit uns. Du hast seine Füße und Wimpern und meine Hände und Nase. Du, mein kleines Rehlein beschäftigst dich stundenlang alleine, was mich zu einer ebenfalls sehr zufriedenen Mama macht.
Täglich entdeckst du mehr deiner Fähigkeiten und es ist erstaunlich, wie du mein Verhalten bereits schon jetzt durchschaust. Wir sind ein gutes Team und sollte ich doch mal anderer Meinung sein als du, findest du immer schnell Wege der Regulation für dich.
Schon jetzt bin ich so stolz auf mein Mädchen. Mit Spannung erwarte ich all deine noch verborgenen Wesenszüge und Eigenschaften. Ich wünsche dir, dass du deinen Koffer mit Fähigkeiten voll packen kannst, mit Dingen, die dich zu einem starken, selbständigen und ausgelichenen Kind machen.
In vier Wochen dann, bist du offiziell kein Baby mehr. Ein Kleinkind wird aus dir. Wie gut, dass ich dich in meinem Herzen trage und du so ewig mein Baby sein kannst. Mein Schatz, mein Wunder!

Samstag, 6. Juli 2013

Breiverweigerung

Heute beim Abendessen, hat das Rehlein einfach mal auf den Brei verzichtet. Oder besser gesagt, es drehte sich abrupt zur Seite und schüttelte anschließend energisch den Kopf. Ok, das war deutlich! Also gab es erst einmal Brot mit Ziegenkäse. Erstaunlicherweise kam ich mit dem Nachliefern gar nicht hinterher. Es wurde gesaugt und gekaut, als gäbe es ab morgen nix mehr zu essen. Ich konnte endlich mal in Ruhe meinen eigenen Teller leer essen. Alle Eltern wissen ja, dass man eher zum Schluss der gemeinsamen Mahlzeit dazu kommt sich selber mit Nahrung zu versorgen. Geht die kindliche Futterluke doch unaufhaltsam immer wieder auf und zu. Doch jetzt, so allein beschäftigt, konnten der Rehleinpapa und ich ein entspanntes Gespräch führen und gemeinsam über die Selbstständigkeit unserer Tochter staunen. Dabei stierte sie auf unsere Teller und stand hin und wieder vor lauter Aufregung in ihrem Hochstuhl auf. Musste schließlich alles genau inspiziert werden. Vielleicht gab es da noch mehr, bessere Sachen. Und wirklich!
Essensschlacht
Denn ich entschloss mich spontan ihr ein Ei anzubieten. Ich erinnerte ich mich an die allergische Reaktion des Kindes meiner Freundin auf Hühnerei. Allerdings war da schon der größte Teil im Rehleinmund verschwunden und siehe da, nicht die kleinste Idee einer Unverträglichkeit. Es kamen noch andere Speisen in den kleinen Kinderteller. Allerdings schön der Reihe nach! Denn kaum hatte ich was Neues reingelegt, wurde das bereits Angekaute sofort fallengelassen. Es scheint eine anstrengende Sache zu sein neue Nahrung auszuprobieren! Schon beim Hinlegen ins Bettchen war das Kind im Land der Träume. Mal sehen, ob die Breiverweigerung jetzt zum Programm gehört. Mir ist es recht, auch wenn ich die Küche danach einer Spezialreinigung unterziehen muss. Wie gut, dass mich dabei der Hund unterstützt, der sich mit absoluter Sicherheit über die neue Vielfalt seines Nachtischen freut.

Sonntag, 30. Juni 2013

Rollt sie noch, oder passt sie schon?

Wie jede Mutter wünschte ich mir schon vor der Schwangerschaft ein gesundes Kind, das sich nach seinen individuellen Bedürfnissen gut entwickelt. Gerade das Verständnis und die Akzeptanz für eben diese Individualität spielten in meiner Vorstellung von mir als Mama eine große Rolle. Weiß ich doch aufgrund meiner Arbeit und der daraus resultierenden Erfahrung, dass jedes Kind unterschiedlich ist und die elterlichen Erwartungen nicht immer mit dem "Entwicklungsplan" des Kindes übereinstimmen. Auf gar keinen Fall wollte ich zu den Müttern gehören, die ihr Kind in den Spiel und Krabbelgruppen mit anderen akribisch vergleichen. In zahlreichen Entwicklungsgesprächen blickte ich in enttäuschte und manchmal sogar empörte Mama- und Papaaugen, wenn die Bildungsdokumentation des Kindes nicht ihren Vorstellungen entsprach. Ich fragte mich oft, wie dies aus Sicht des Kindes zu betrachten sei und kam zu dem Schluss, dass sich ein Menschenkind besonders gut entwickeln kann, wenn es von seinen Eltern so angenommen wird, wie es eben ist. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Ich nahm mir also vor, geduldig und zufrieden zu sein mit dem, was mein Kind mit sich bringt. Vorausgesetzt die Entwicklung verläuft "gesund". Und der Plan ging auf. Das Rehlein wuchs, lernte immer wieder neue Dinge und war darüber hinaus wirklich zuckersüß. Dann fand ich plötzlich in meinem Emailfach eine Mail vom "Babyentwicklungskalender". Ich hatte mich in der Schwangerschaft bei einem Portal angemeldet, um die Entwicklung des Babys zu verfolgen und die monatlichen Infos kamen jetzt auch nach der Geburt. "Och!" dachte ich. Da kann man ja mal reinschauen. Ein kleiner Teil meines Gehirns schien mich schon zu warnen. "Denke dran, egal was da steht, es wird nicht hundertprozentig auf dein Kind zutreffen!" Kein Problem, alles nur Statistik. Um es mal ganz selbstreflexiv zu beschreiben, bei jeder Fähigkeit, die es laut Kalender bereits entwickelt haben sollte, überprüften meine Gedanken den Status Quo. Ich konnte quasi gar nicht anders. Ich fand es nicht schlimm, dass mein Kind den Kopf noch nicht so lange hoch halten konnte wie der Durchschnitt und auch in den darauffolgenden Monaten blieb ich gelassen. Und dies obwohl sich eines ziemlich schnell zeigte: Mein Kind gehört nicht zu den Motorikzündern, die die Fortbewegung als Nahziel haben. Erst mit sieben Monaten drehte sich das Rehlein das erste Mal vom Rücken auf den Bauch. Ich habe mein Kind immer viel beobachtet und mir fiel auf, dass es mit Vorliebe kleine Dinge genau untersucht. Und das kann man eben besser, wenn man auf dem Rücken liegt und das Objekt der Begierde direkt vor die Augen hält! Vor ein paar Tagen fing sie das erste Mal an auf dem Bauch vorwärts zu robben. Zugegeben, ich freute mich wie eine Schneekönigin. Darauf hatte ich schon lange gewartet. Im Pekipkurs war sie die Einzige, die den direkten Vorwärtsgang noch nicht entdeckt hatte. Ich erwischte mich also immer wieder dabei, wie ich so ein klitzkleines Seufzen in mir aufsteigen fühlte, wenn all die anderen Kinder an mir vorbei krabbelten und mein kleines Rehlein glucksend glückseelig vor mir auf dem Rücken lag. Und ich denke, dass das allen Mamas so geht. Man vergleicht unwillkührlich und das ist auch nicht das Problem. Was man aus den gewonnenen Erkenntnissen macht ist entscheidend! Mein Kind hat sich gegen die übliche Variante entschieden. Es wird allen Anschein nach auch nicht durchs Krabbeln, sondern über die Seite zum Sitzen kommen und das ist ok. Das Rehlein bewegt sich wie eine kleine Ballerina kugelnd durch die Wohnung. Seine langen Beine und die kleinen Arme tanzen dabei umher und jede Geste, jede Regung scheint geplant und gewollt. Ist das Ziel nah, wird gerobbt, ist es fern wird gerollt. Dabei ist sie ständig in Bewegung. In ihrer eigenen Art der Bewegung. Ob es das Schlafen oder Essen, die Sprach - oder kognitive Entwicklung ist, wir wollen alle nur das Beste für unser Kind. Dabei vergessen wir manchmal, dass wir selber auch nicht alles gleich gut oder gleich schnell wie andere können. Wer nun doch nach Literatur sucht, die Aufschluss über die kindliche Entwicklung gibt, kann ich nur "Kinderjahre" von Remo H. Lago empfehlen! Dort lernen wir "Die Individualität des Kindes als erzieherische Herausforderung" zu verstehen. Das oft ans Herz gelegte Buch "Oje, ich wachse" hat mich dagegen eher verrückt gemacht. Demnach befinden sich die meisten Kinder ja in einer Dauerphase :-) Für mich war es immer sinnvoll mir mit Hilfe von Literatur Sicherheit zu beschaffen. Doch nun habe ich die Fähigkeit der Beobachtung neu für mich entdeckt. Wenn ich all die Erwartungen und Vorstellungen außenvor lasse und mich auf die pure Beobachtung meines Kindes einlasse, kann ich so viel über seine Entwicklung erfahren. Und wenn ich es genau betrachte, stelle ich immer wieder fest: Dieses Kind passt zu mir, wie die Faust auf`s Auge! Es passt nicht nur zu mir, es passt mir auch so wie es ist.

Freitag, 21. Juni 2013

Freunde

Neulich waren die Freundinnen vom Rehlein zu Besuch. Beziehungsweise meine Freundinnen mit ihren Töchtern. Das daraus mal eine Freundschaft unter Kindern wird, stand für uns schon in der Schwangerschaft fest. Wäre das Rehlein ein kleiner Bock geworden, hätte er sich eben in eins der wunderschönen Mädchen meiner Freundinnen verliebt! Hätten sie einen Jungen bekommen, wäre dies der Märchenprinz für mein Rehlein geworden! Jetzt ist allen Müttern klar, das wird eine super Mädchenclique. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, gab es da auch Kinder, die durch die Freundschaft ihrer Eltern zu meinen Freunden und Freundinnen geworden. Einige wenige kann ich jetzt nach 32 Jahren noch dazu zählen. Es scheint also nicht verkehrt zu sein, wenn man den Freundeskreis der Babys sorgsam auswählt und liebevoll pflegt. Wünscht man sich und seinem Kind doch Kontakte, die man selber mag und was noch fast wichtiger ist, dessen Eltern man toll findet! So sind dann alle kommenden Geburtstagspartys (zumindestens die ersten) auch für die Mamas ein Gewinn.
So kam es, dass ich bei dem letzten Zusammentreffen mit großer Freunde beobachtete, wie eine der "Freundinnentöchter" und mein Rehlein abwechselnd einige Spielsachen tauschten. In dem Alter entsteht zwar noch kein gemeinsames Spiel, doch in meinen Augen sah es fast danach aus. Wunschgedanke eben. Ich mag die Eltern UND das Kind. Gott sei dank! Ich stelle mir gerade vor, wie es wohl wäre, wenn eine meiner Freundinnen eines dieser Kinder hätten, die man nicht so dolle findet. Kommt ja vor. Hat es alles schon gegeben. Halte ich aber in meinem Freundeskreis eher für unwahrscheinlich. Tolle Eltern = tolle Kinder. In den meisten Fällen ist es so zu beobachten.
Doch es wird der Zeitpunkt kommen, an dem sich das Rehlein seine Freunde selber aussucht, ohne auf unsere Vorstellungen Rücksicht zu nehmen. Und ich nehme mir strengstens vor, mich nicht einzumischen. Außer natürlich es besteht ein Grund zur Sorge...wie z.B. ein total bescheuerter Musikgeschmack oder ein Klamottenstil, der die berufliche Zukunft meines Kindes ensthaft hefährden könnte. Doch so gerissen, wie ich bin, werde ich einfach dem Platzhirsch dieses Thema überlassen. Schließlich übernehme ich jetzt viele wichtige Entscheidungen, die zu Wutausbrüchen des Rehleins führen und die muss ich ja auch aushalten. Ich bin der Meinung, da kann er ruhig der " Bad Cop" sein, der in 16 Jahren (wahrscheinlich auch ein Wunschgedanke, dass es so lange dauert) die Jungs vor dem Fenster vertreibt und mit ihr über den Zeitpunkt des Nachhausekommens disskutiert.  
Bis dahin genießen wir die Möglichkeiten, die wir als Eltern haben und bieten ihr die besten Freunde und Freundschaften, die wir uns eben vorstellen können. Und es wäre doch gelacht, wenn davon nicht wenigstens eine ewig hält!



Samstag, 15. Juni 2013

10 Monate Rehlein

Mein kleines Rehlein, heute bist du 10 Monate und einen Tag alt. Unfassbar, dass du bald deinen ersten Geburtstag mit uns feierst!
Du bist der absolute Sonnenschein und verzauberst jeden Menschen um dich herum. Die meiste Zeit des Tages bist du mehr als zufrieden, kramst in deinen Spielzeugkisten oder kugelst in einem Affenzahn durch die Wohnung. Hast du ein Ziel, erreichst du es mit deiner Kugel- Wendetechnik. Auf dem Bauch liegend, stützt du dich seitwärts hoch, so dass du fast in den Sitz kommst. Zugegeben, eine nicht sehr verbreitete Technik, aber wer möchte schon zur Norm gehören! Du schiebst den Po immer öfter nach oben und wir fragen uns, ob du noch krabbeln wirst, oder direkt zum Laufen übergehst. Stehen ist nämlich eine deiner Leidenschaften und wird das Vergnügen beendet, zeigst du deutlich dein Unbehagen darüber. Deine feinmotorischen Fähigkeiten sind nach wie vor beeindruckend. Jede Schnur, jeder Krümel oder Schnipsel wird ausgiebig untersucht. Wenn du beim Essen auf den Tisch kleckerst, kannst du dich erst wieder auf die Nahrungsaufnahme konzentrieren, wenn der Klecks "erledigt" wurde. Egal, was um dich herum passiert, dein Drang allen Geräuschquellen nachzugehen, deutet auf eine kleine Forscherin hin. Wenn du auf meinem Arm bist und der Drama - Kater flitzt durch die Wohnung, habe ich Mühe dich festzuhalten. So schnell  und kräftig drehst du dich hin und her um nur nichts zu verpassen.

Du liebst es, wenn du mit den Füßen gegen die Türe treten kannst und so eine Menge Krach erzeugst. Das Bücherregal und den Zeitschriftenkorb besuchst du regelmäßig und alles, was du zuvor noch nie gesehen hast, hat es dir besonders angetan. Wie ist es sonst zu erklären, dass du heute morgen ganze 20 min mit einer Dose Zahnseide zufrieden warst!?
Du giggelst und lachst wenn etwas Unerwartetes passiert, ich dir Luft ins Gesicht puste oder du einen von uns plötzlich entdeckst. Doch wenn wir zusammen tanzen, bist du nicht mehr zu halten. Dein fröhliches Quietschen hallt dann durch das ganze Haus und ich bekomme Gänsehaut, weil mich dein Glück so berührt! Dich zum Lachen zu bringen ist wie eine Sucht. Der Rehleinpapa und ich können nicht genug davon bekommen. Ein kleines Lied, ein bischen Wackeln, du brauchst keine große Einladung von uns. Fremde belohnst du dagegen nur selten mit einer spontanen Regung. Du nimmst jeden genau unter die Lupe und zeigst dabei eine gesunde Skepsis. Wenn es dir zuviel wird, drehst du dich weg. Gefremdelt hast du bis jetzt immer noch nicht wirklich.
Bist du wütend, schmeißt du die Beine auf den Boden, so heftig, dass wir manchmal befürchten, du tust dir weh. Doch du scheinst eher von der harten Sorte zu sein. Abends finde ich Kratzer und blaue Flecken, die du dir tagsüber auf deinen Untersuchungsreisen zuziehst. Und wenns mal richtig rummst, weinst du nur kurz. Es gibst einfach zu viel zu tun um sich mit Weinen aufzuhalten.

Du hast mich gerne im Blick, aber du bist eindeutig keins dieser Kuschelkinder. Ein bisschen schade für mich als Mama, aber ich akzeptiere das.Wenn du müde bist und dir die Augen reibst, nutze ich die Chance und lege meinen Kopf an deinen und küsse deine kühle Wange. Diese Momente könnten ewig dauern.

Du quasselst den ganzen Tag. Ununterbrochen kommentierst du einfach Alles. Sage ich "Nein", weil du vielleicht mal wieder in Richtung Katzenklo unterwegs bist, grinst du mich an und schiebst ein lautes "neinneinnein"! hinterher. Wenn ich singe, singst du leise mit und besonders interessante Dinge werden schon mal mit einem "Da" kommentiert. Ich könnte dir stundenlang zuhören. Wir verstehen uns sehr gut :-)

Du schläft super. Mittags 2 Stunden und abends gehst du um 19:30 Uhr ins Bett. Ich hatte ein Ritual eingeführt, bei dem ich dir noch "Lalelu" singe, bevor ich dich hinlege. Gerne verzichtest du darauf. Wenn du müde bist, willst du einfach nur noch ins Bett und mit deinem Hasi kuscheln. "Zack" auf die linke Seite gedreht, Beine zusammenklappen, fertig! Wie ein kleines Klappmesser und bist innerhalb von 2 Sekunden im Land der Träume verschwunden. Du schläfst alleine ein, und wenn du wach wirst, kann ich dich mit ein paar Kopfstreichlern beruhigen. Du möchtest noch 2x nachts dein Fläschchen und das stört mich nicht, denn du schläft danach sofort wieder ein. 

Seit einer Woche isst du wie ein Scheunendrescher. Vorgestern hast du abends 3 Stücke Brot mit Frischkäse verdrückt. Obst jeder Art und Tomaten sind für dich das Größte. Du hast schnell gelernt dich nicht zu verschlucken und mit deinen 6 Zähnchen beißt du dich genüsslich durch die Speisekarte. Ich spüre, dass du lieber feste Kost magst. Den Brei verweigerst du immer öfter. Du bist jetzt 81 cm groß und 9,8 kg schwer und hast Schuhgröße 20. Wir kennen 1 1/2 Jährige, die genauso groß und schwer sind. Die Kartons mit aussortierter Babykleidung stapeln sich im Keller und ich frage mich, wo willst du nur hin, mein Schatz?

Du hast dich so in mein Herz gebort, dass ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellbar ist. Die ganze Familie ist vernarrt in dich und deine Späße. Alle Augen leuchten, wenn du dabei bist. Du hast alles verändert. Und ich bin mir sicher, ich habe dich schon mein ganzes Leben geliebt! Mein kleines Monster, mein Rehlein.



Donnerstag, 30. Mai 2013

Kindersicherung

Das man seine Wohnung kindersicher machen muss, wenn das Kind beginnt seinen Radius zu erweitern, ist ja logisch. Bis jetzt dachte ich da an Steckdosen, Kabel, scharfe Ecken, Treppen und das Katzenklo. Jetzt belehrt mich das Rehlein eines Besseren. Während ihrer Reisen über unsere schönen, alten Holzdielen, sammelt sie fleißig kleine Splitter. In ihren Haaren, in ihrer Kleidung. Dabei hat sie sich noch nie verletzt. Mit ihrer "Kugelmethode" schiebt sie ihren Kopf quasi nonstop über das Holz. Ihr scheint es sogar zu gefallen den Widerstand zu spüren. Wie eine kleine Schlange schlängelt sie sich durch die Wohnung und erprobt so ihre Wahrnehmung. Ich freue mich sehr über ihre Fortschritte, sorge mich aber dennoch. Noch kann sie mir nicht sagen, wo es ihr wehtut und ich möchte nicht in die Situation kommen, ein schreiendes Baby nach einem kleinen Splitter zu durchsuchen! 
Als ich das Thema neulich abends mit dem Platzhirsch besprach, hatte der eine wirklich unschlagbare Idee. "Tja, dann müssen wir eben den ganzen Boden mit Decken auslegen!" sagte er trocken. Nee klar. Das würde den Drama Kater freuen! Schließlich nimmt er die Babydecke dankend an sich. Diese und alle weiteren Gegenstände, die mit der Geburt des Rehleins hier eingezogen sind, wurden seiner Meinung nach schließlich nur für ihn gekauft und liebevoll arangiert. Der Hund weiß zwar, dass er nicht auf die Babydecke soll, aber ich werde ihn sicher nicht komplett aus einigen Zimmern verbannen, weil diese mit Decken ausgelegt sind. Und überhaupt und sowieso, nicht mit mir! Wir wohnen nun mal im Altbau, da gibt es eben auch alte Dielen, rissige Putzwände und knarrende Türen. Einer der Herzensonkel kam vorbei und bearbeitete die schlimmsten Stellen mit dem Schleifgerät. Da, wo mein Schreibtischstuhl sich immer wieder mit den Rollen über das Holz schiebt. Müssen also nicht die ganze Wohnung schleifen! Nach dem Einzug vor 7 Jahren hatte ich gehofft, das nie wieder tun zu müssen. Wer es schon mal erlebt hat, weiß wieso. Sandsturm in der Wüste ist nix dagegen. Also setze ich das Rehlein immer wieder brav auf seine Decke und warte, bis sie sich erneut zu mir rübergerollt hat. Ich will eh schon länger einen anderen Stuhl. Einen alten, ohne Rollen, mit Armlehnen. Wer also einen im Keller hat, bitte melden :-) 
Bevor wir nun zum Baumarkt fahren und alles weitere für eine kindersichere Wohnung besorgen, bestaune ich die Schlangenkünste meines Kindes und hoffe, dass sie ihre Methode bald ändert.


Mittwoch, 15. Mai 2013

9 Monate Rehlein

Heute bist du 9 Monate und 1 Tag alt und das Leben mit dir macht einfach nur Spaß! Im Moment leidest du allerdings sehr unter den 4 Zähnen, die frecherweise alle gleichzeitig aus deinem Oberkiefer sprießen. Fieber und Schmerzen bestimmen nun schon den zweiten Tag unseren Alltag. Doch auch das geht vorüber und gemeinsam schaffen wir das *Schakka*!
Wenn du also nicht gerade Zähne bekommst verbringst du so deinen Tag:
Du bist wirklich ein zufriedenes Kind. Nachs kommst du wie ein Urwerk und trinkst alles bis zum letzten Tropfen auf. Auch sonst beginnst du immer häufiger wie ein Scheunendrescher zu futtern. Wir bewegen uns langsam von total pürriert hin zu stark zerstampft und obwohl du nach wie vor empfindlich auf ungewohnte Nahrung im Rachenbereich reagierst, wird nicht alles wie sonst ausgespuckt. Wasser geht immer und so liebst du deine kleine Trinkflasche abgöttisch. Der Schnabel geht schon auf, da hast du sie gerade mal irgendwo entdeckt. Du kugelst dich quer durch den Raum, wobei dein Radius immer noch überschaubar ist. Schön für mich, denn so klappen Haushalt und Babybespaßung noch sehr gut! Am liebsten räumst du deine Spielkisten aus. Betohnung liegt hier auf AUS. Das mit dem EINräumen kommt sicher später :-)
 Hin und wieder gibt es Tage, an denen du am liebsten an meinen Bauch getackert wärst. Wenn ich den Raum verlasse, zeigst du deutlich, dass dir das nicht gefällt. Also kommst du auch schon mal mit ins Bad und darfst mir von Badezimmerteppich aus beim Duschen zuschauen. Dabeisein ist eben alles! Der Kinderwagen ist deine Festung. Schön die Lehne hochgestellt, wird alles und jeder streng beobachtet. Dabei saugst du nach wie vor alles wie ein Schwamm in dich auf. Du wechselst gerne auch mal den Schoß, so lange ich in der Nähe bin - kein Problem. Der Hund und der Chaoskater werden morgens mit einem lauten Quitschen von dir begrüßt und wenn sie sich durch die Bude jagen oder vor deiner Nase schmusen, gluckst du vergnügt. Deine Harre wachsen zunehmend dichter, man könnte schon eine kleine Locken hinter den Ohren abschneiden, doch der Platzhirsch weigert sich. Vielleicht befürchtet er, dass ihm dadurch dein schnelles Wachstum noch bewusster wird. Vor ein paar Tagen hast du zum ersten mal mein Gesicht in deine kleinen Hände genommen und mich mit aufgerissenen Mund und einem langen "aaaahhhhhh" abgelutscht. Das sollte doch bestimmt ein Küsschen sein, oder?
Es ist ein bischen schwer, über das gutgelaunte Baby zu schreiben, wenn man seit über 48 Stunden nur ein weinerliches "armes" Baby zuhause hat. Ich leide so sehr mit dir! Doch das Größerwerden beinhaltet eben auch mal solche Tage und wie heißt es doch so schön : " Jeder Infekt, jedes Fieber stärkt das Imunsystem ihres Kindes!" Ich kann mich zwar wirklich nicht darüber freuen, aber ich spüre, wie ich immer gelassener damit umgehe, wenn es dir schlecht geht. Da ich die letzt Nacht mal wieder mit dir gemeinsam im Bett verbracht habe, schmerzt mein Nacken vom eweigen "Rechtsliegen", denn du hast mich mit deinen Händen festgehalten und deine Beine sind direkt nach dem Einschlafen - zack- wie ein Klappmesser zur Seite gekippt und halb auf meinen leigen geblieben. So konntest du sicher gehen, dass ich bei dir bleibe.  Jetzt schlummerst du deinen Mittagsschlaf und ich bete die Zähnchen an, dass sie dir nicht noch mehr Schmerzen bereiten. Unvorstellbar dich jetzt nicht bei mir zu haben! Was machen die Mamas, die wieder arbeiten müssen? Wie schaffen sie ihren Tag, mit dem Wissen, dass das Kind wo anders auf einem anderen Arm leidet? Zum Glück haben wir noch 15 Monate Zeit, bis wir zwei tagsüber getrennte Wege gehen. Und dann bleibe ich bei jedem Fieber und wenns dir schlecht geht, bei dir. Da kenn ich nix. Versprochen!

Mittwoch, 24. April 2013

Mein kleines Wunder

Heute ist zum ersten mal passiert! Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen. Ganz plötzlich. Nach über einem Jahr zuhause, wünschte ich mir heute meinen Job zurück. Heute, anders als sonst, hatte ich schon morgens das Gefühl, nichts mit mir anfangen zu können. Die Nacht war erschreckend kurz. Ich fühlte mich als hätte ich bis morgens durchgetanzt. Und das spürte wohl auch das Rehlein, das mir beharrlich zeigte, dass es mit der schlechten Laune prima mithalten konnte. Sie aß schlecht, sie schlief schlecht und das Fieber der letzten Nacht hielt sich ebenfalls wacker. Ich sagte einen Termin ab, auf den ich mich gefreut hatte und stand nun vor einem leeren Nachmittag mit einem knatschigen Kind.Und da, während ich am Rechner sitze und kurz gedankenverlohren aus dem Fenster glotze (ich habe schon öfters erwähnt, wie gut das "ausdemFensterglotzen" tun kann), ist sie einfach auf mich gefallen. Diese Decke. Es war ein Gefühl der Langeweile. Ein "Ich muss doch hier raus" Gedanke. Für gewöhnlich fällt mir immer was Schönes ein. Doch heute schien ich wie gelämt. Aus irgendeinem Grund war alles doof. Wir gingen nicht raus, denn es fand sich nichts, dass mich motiviert hätte.Und so bekam ich schlicht und ergreifend schlechte Laune. 
Das zog sich den ganzen Tag hin und alle mussten unter mir leiden. Natürlich gab es auch vereinzelte schöne Momente. Schließlich habe ich ja das süßeste Kind der Welt. Doch dieses verhielt sich ähnlich wie seine Mutter, wahrscheinlich um sich einfach an die Gegebenheiten anzupassen. Sogar der Hund musste das ein oder andere völlig unnötige Leinenrucken über sich ergehen lassen und entschied sich so zum Dauerziehen, nur um nicht neben mir, der Spaßbremse laufen zu müssen.
Als nun endlich der Rehleinpapa von der Arbeit kam, verdoppelte sich das üble Karma, denn er hatte anscheinend einen ähnlich bescheidenen Tag hinter sich. Ich fieberte dem Feierabend entgegen, um mich von leichter Unterhaltung des Fernsehens berieseln und leise in den Schlaf labbern zu lassen. Doch wie das Leben nun mal so spielt, lief alles anders. Ich habe mich stets damit gebrüstet, wie schön doch das Rehlein abends ins Bett geht. Flasche, singen hinlegen, fertig! 
Heute nicht. Heute schien sie wütend und traurig zugleich zu sein. Sie weinte, schrie und kam auch nach mehreren "Hand auf den Bauch, Spieluhr an, Kuss und tschüss" nicht zur Ruhe. Als sich spürte, wie die schlechte Laune sich in Wut wandelte, beschloss ich eine Auszeit zu nehmen. Ich setzte mich auf den Balkon. Kurz die Augen schließen und durchatmen. "Bitte, bitte gib mir mehr Gelassenheit" murmelte ich. Gelassenheit, die ich mich durch alle Arten des Stresses sicher hindurchführt. Alles ist gut, ich bin ein glücklicher Mensch und schätze, dass man mich auch so wahrnimmt. Die Kleine darf auch mal einen schlechten Tag haben! Ich hörte das Kind, dass jetzt jammernd und schlurztend durch das Babyfon dröhnte. Wie war das noch mit dem Schreien lassen? Soll man doch nicht tun, weil die Kinder sich dann alleine und verlassen vorkommen...irgendwie kam ich mir auch alleine und verlassen vor. Mich durchströhmte eine Welle des schlechten Gewissens und so ging ich zu ihr, setze mich an das Bett und athmete tief in mich hinein.



 In der Stille des Kinderzimmers schaute sie mich durch die Stäbe des Bettes an, beruhigte sich sofort und als ob ich ihre Gedanken lesen könnte, wusste ich, dass sie einfach nur noch ein wenig Sicherheit brauchte. Sicherheit für dieses Tag, an dem ich mit schlechter Enrgie großzügig nur so um mich geschmissen hatte. Plötzlich war ich ganz ruhig und für einen Bruchteil einer Sekunde sah ich die Welt durch ihren Augen. Ich begriff, dass ich mich an diesem Abend noch nicht, wie sonst üblich, bedankt hatte. Noch nicht "danke" gesagt für dieses wunderschöne Leben! Noch nicht "danke" gesagt für dieses Geschenk da vor mir! Ich schämte mich für meinen Missmut und dafür, dass ich für das Wesentliche heute kein Auge hatte. Da streckte mir das Rehlein seine kleinen Hände durch das Bett. Ich ergriff sie sofort und es verschlug mir den Atem, wie wundervoll dieser Moment war. Aufmerkam beobachtete sie mich und ohne den geringsten Laut streichelte sie mehrere Minuten meine Hand. Ich bin mir sicher, dass das die Antwort auf meine Bitte nach Gelassenheit war. Mit der Gelassenheit kam die Dankbarkeit und ich konnte Teil dieses Momentes sein. Kurz darauf ließ sie mich los, aber folgte jede meiner Bewegungen mit ihren dunklen großen Augen.
Dann schlief mein Fuß ein und ich wollte natürlich auch nicht für den restlichen Abend hier im Dunkeln sitzen. So stand ich mit einer "Was tun wenns nicht klappt - Strategie" im Kopf, einfach auf und ging hinaus.
"Wenn das jetzt klappt, fress ich nen Besen!" sagte ich zur besseren Hälfte im Wohnzimmer. Bescheuertes Sprichwort und doch wieder gesagt!
Was soll ich sagen. Es hat geklappt sie war damit zufrieden. Damit, dass ich mit viel Gelassenheit den Abend beendet habe.
 Das Danken hilft, wenn man vergessen hat, wie es eigentlich geht, das Zufrieden sein. Das hier ist sehr persönlich und dennoch schreibe ich es, um vielleicht den ein oder anderen zum "danke" sagen zu animieren und um mich ewig an diesen Moment zu erinnern. An diesen Moment in dem ich mein kleines Wunder erlebte. Ganz unaufgeregt. In Jogginghose auf dem Fußboden vor dem Bett meiner Tochter.



Freitag, 12. April 2013

 8 Monate Rehlein

Jeden Morgen sehe ich dich an und bin mir sicher, dass du dich erneut verändert hast. Ein anderer Blick ein neues Geräusch, eine noch nie dagewesene Geste. Nach wie vor bist du ein sooo zufriedenes Kind! Wenn du Platz hast, kugelst du hin und her. Wenn nicht, dann eben nicht. Immer häufiger lässt du dein Nachmittagsschläfchen aus, denn solange etwas passiert, möchtest du nichts verpassen. Seit den Fiebernächten schläfst du unruhiger und Träume reißen dich aus dem Schlaf. Wie schön, dass dich unsere Hand auf dem Bauch und ein kleines Summen, wieder zur Ruhe bringt. Ich erschrecke jedes Mal, wenn das Babyfon anspringt. So sehr ich es auch versuche, das kann ich nicht abstellen. Nachts trinkst du uns die Haare vom Kopf, während du tagsüber nicht auf die Idee kommen würdest nach Essen zu verlangen. Klar, du magst deinen Brei (nur bitte keinen Blumenkohl) und auch das Fläschchen wird genehmigt, aber eben erst, wenn man es dir unter die Nase hält. Also von mir haste das nicht! Das Wickeln ist inzwischen Schwerstarbeit, da du nur zu gerne Mamasordnungssystem auf dem Wickeltisch durcheinander bringst und komischerweise das Drehen da besonders wichtig für dich scheint.. Dabei windest und wendest du dich wie ein Wurm und findets es sehr witzig, wenn ich verzweifelt "nein, nein, nein" sage. Dein Held ist der Rehleinpapa und wenn er durch den Raum läuft, könnte man meinen, du drehst deinen Kopf um 360 Grad. Guckt er dann, zappelst du ganz aufgeregt und lachst so süß, dass er dich einfach schnappen muss, egal, was er gerade vorhatte. Ich bin also ganz sicher nicht mehr die wichtigste Frau in seinem Leben :-)
Du liebst es, Tücher von irgetwo runterzuziehen. Kurz bevor es auf dich fällt, guckst du mich ganz aufmerksam an und wir kichern gemeinsam vor Spannung. Es folgt ein Lachen, das mich alles vergessen lässt. Du bist die beste Seelensalbe, die ich mir vorstellen kann! Wenn du da bist, muss ich dich ständig anschauen, um dir ein Lächeln zu entlocken. Wenn du schläfst vermisse ich dich und wenn du in den seltenen Fällen mal nicht in meiner Nähe bist, versuche ich mir deinen Geruch herbeizuriechen. Du hast zwei Zähnchen bekommen und sie blitzen unten auf, sobald du den Mund aufmachst. Beim Abendessen sehnst du schon während des Breis die Möhre herbei, die du danach fachmännisch untersuchst. Dabei drehst du sie langsam in deiner Hand und kommentiert höchst konzentriert alle Einzelheiten. Deine zwei Zähne knabbern darauf herum und mittlerweile bist du nicht mehr ganz so irritiert, wenn du tatsächlich ein Stück abbeißt.
Manchmal weiß ich nicht, ob ich glücklich oder traurig sein soll, dass du nun schon so groß bist. Ich freue mich über jeden Entwicklungsschritt und doch bin ich mir bewusst, dass jeder Einzelne davon dich zu mehr Selbstständigkeit führt und dadurch auch mehr Raum zwischen uns entsteht.

Ich gönne dir jeden Zentimeter, mein ♥ Kind!!!!

Freitag, 29. März 2013

Oh weh, oh weh, Zahnen tut weh! Oder, wie ich solidarisch mitleide...

Nachdem das Rehlein seine ersten beide Zähne ganz leise und unauffällig an die Oberfläche brachte, machen sich nun andere der weißen Spitzen auf den Weg. Ich weiß gar nicht, ob es einer oder mehr sind, denn ehrlich gesagt, zu sehen ist nix. Könnte daran liegen, dass es schier unmöglich ist, einem Baby so im Mund herumzufummeln, wie man es möchte. Das Baby möchte das nämlich nicht! Egal, es müssen Zähne sein, da bin ich mir sicher! Habe ich doch in mühseliger Detektivsarbeit alle Indizien und Beweise gesammelt. Zunächet einmal eine Art von Quengeligkeit, die ihres Gleichen sucht. Wie einer Frau an ihren besonderen Tagen, kann man dem Rehlein nichts recht machen. Legt man es hin - blöd! Nehm ich es auf den Arm und setze mich hin - noch blöder! Latsche ich rum mit ihr auf dem Arm - ok. Aber bloß nicht stehenbleiben! Nächster Punkt ist der Inhalt der Windeln. ich gehe jetzt nicht weiter darauf ein. Alle Mamas wissen, was ich meine, wenn ich sage, es sieht anders aus und riecht auch so wie es aussieht.
Als ich meine Tochter gestern morgen aus dem Bett nahm, sah sie aus, als hätte sie eine Ohrfeige bekommen. Eine Wagne knatsch rot und heiß. Nach dem Fiebermessen war dann alles klar. 38,5...noch kein Grund zur Panik. Und nein, wir haben noch keins dieser tollen, neumodischen Fieberthermometer, die man lediglich ans Ohr halten muss. Habe ich aber natürlich direkt bestellt, als mir klar wurde, wie dämlich es sein muss, das Kind in der Nacht zu wecken, Windel ab usw. An dieser Stelle ein Dank an Amazon Prime. Morgen haben wir das Ding :-)
Der Tag nahm dann so seinen Lauf und gegen Abend waren es schon 39,2....! Ich bin ja umgeben von Familienmitgliedern und Freundinnen, die alle auf Homöopathie schwören und ich selber greife schon seit Jahren lieber zum Globuli als zur Pille. Daher gab es für dasRehlein erst einmal Camomilla und gaaaanz viel Liebe. Kurz noch schnell den Status in meiner Muttigruppe bei Facebook aktualisiert, damit auch wirklcih alle bescheid wissen. Grandios, wie meine Mädels eben sind, riefen auch gleich zwei von ihnen an, um sich auf den neusten Stand der Zahnung zu bringen und um, ich denke, dass war der eigentliche Grund ihres Anrufes, mich zu beruhigen. Danke, Ich liebe euch! Ich wollte cool bleiben und stecke das Rehlein in sein Bett. Was sollte es schon bringen, sie neben mich zu legen und die ganze Zeit anzustarren. Davon sinkt das Fieber nun auch nicht. Also rüber zum Fernsehen und Topmodel gucken. Schnell musste ich feststellen, dass ich noch nicht einmal dieser leichten TV Kost folgen konnte. So nervös, war ich das letzte mal kurz vor der Geburt. Und da ging es mir besser, denn ich hatte das Kind ja nah bei mir. Wachmachen wollte ich sie auch nicht und so schlich ins rüber um die Lage zu checken. Sie wimmerte leise vor sich hin und als ich die Hand auf ihr Köpfchen legte, kam es mir vor, als könne man ein Spiegelei darauf braten. Mein Herz zersprang! Was war ich doch für eine schlechte Mutter, sie hier einfach sich selbst zu überlassen. Der Rehleinpapa,  dessen Urlaub soeben begonnen hatte, versuchte mich zu beruhigen. Nett gemeint, brachte dennoch gar nichts. Ich wartete also auf ihr Erwachen und tiegerte leise im Zimmer hin und her. Es dauerte nicht lange, bis sie sich meldete und mein bereits zersprungenes Herz bröckelte von meiner Brust. Sie quasselte wildes Zeug, also nicht das übliche Babygequassel, und war völlig von der Rolle. Jetzt oder nie! Thermometer rein, 39,5, Zäpfchen rein und rüber in unser Bett. Noch nie habe ich meinen Mann so schnell und folgsam erlebt. In sachlicher, leicht überspannter Weise, schickte ich ihn diverse Dinge holen oder vorbereiten und er machte alles, ohne nachzufragen. Jetzt sah ich auch bei ihm die Sorge im Gesicht. Für ale, die jetzt denken : "Hallo, das ist nur Fieber!" Ich weiß es! Doch die Gefühle einer Mama, wenn das Kind eben das erste mal Fieber hat, sind nicht zu erklären. Man hat quasi selber fiebrige Unruhe. Nun lagen wir Kopf an Kof im Bett und schauten uns in die Augen. Sie quasselte immer noch wild vor sich hin und wimmerte, während sie in meinen Haaren fummelte. Bald wirkte das Zäpfchen und sie schlef vor Erschöpfung ein. Die darauffolgende Stunden erinnerte mich vom Schlafpensum stark an die ersten Nächte mit ihr und genauso intensiv war es dann auch. Endloses Kopfstreicheln und viele angefangene Fläschchen später kam der Morgen und jetzt liegt sie hier einigermaßen zufrieden auf ihrer Decke. Selber noch ganz erschöpftf, verschiebe ich die Dusche auf später und bin mir sicher, in der nächste Nacht bin ich zwar weniger nervös, aber ich werde genauso mitleiden!


Montag, 25. März 2013

7 Monate Rehlein

Ich möchte eine schöne Tradition von einem meiner ♥ Blogs übernehmen. Mamamiez schreibt monatlich so liebevoll über die Entwicklung ihrer Kinder, dass ich mich nun auch darin versuchen möchte.
So, mein Rehlein. du bist heute sieben Monate, eine Woche und vier Tage alt. Wirklich, du bist ein sehr zufriedenes Kind. Immer und überall kann man dir ein Lächeln entlocken, vorausgesetzt, man steht auf deiner Favoritenliste! Morgens begrüßt du uns mit einem verschmitzten Lachen und liegst immer komplett falsch herum im Bett. Keine Ahnung wie du das machst. Du kannst dich vom Rücken auf den Bauch drehen, aber dann muss es da schon etwas sehr wichtiges zu tun geben. Am liebsten stehst du mit unserer Hilfe. Dann bist du stolz wie Oskar. Sitzen klappt auch super und du kippst immer seltener zur Seite um. Auch das, erfreut dich eher. Alles, was mit Bewegung zu tun hat, findest du super! Du brabbelst den ganzen Tag und von Flüstern bis Pfeifen ist alles dabei. Wenn du einmal gemütlich auf deiner Decke liegst und einer von uns kommt vorbei, freust du dich so sehr, dass du mit Armen und Beinen aufgeregt zappelst. Wehe, wir gehen dann einfach wieder weg. Dann zeigst du uns, dass du eben auch mal meckern kannst! Alles, was du zwischen deine kleine Hände bekommst, wird eingehend untersucht und so schnell nicht wieder hergegeben.Weder mittags noch abends gibt es Schwierigkeiten mit deinem Schlaf, was uns sehr stolz macht. Natürlich bist du der Star auf jeder Familienfeier und deine positive Energie lässt jede schlechte Laune wir im Flug verschwinden.
Wenn du müde bist, nimmst du mein Gesicht in deine Hände und reibst deine kleine Nase an meiner. Es ist das allerschönste auf der Welt, wenn du dich so zu mir drehst. Wir kuscheln viel und wenn ich singe und du auf meinem Arm liegst, singst du ganz leise mit. Abends essen wir alle zusammen, was jedes Mal ein großes Vergnügen ist, da wir dich gerne beim Erkunden beobachten! Ich trage dich im Tuch, wenn ich im Keller die Wäsche mache und wirklich alles wird von dir kommentiert und hin und wieder lachst du einfach laut los.
In meinem Herzen nimmst du den meisten Platz ein, was bestimmt für den Rehleinpapa in Ordnung ist, da es ihm genauso geht.

Du bist unser allergrößte Schatz!

Sonntag, 3. März 2013

Schlafzimmer zurückerobert

Ok, es ist einfach so passiert! Das Rehlein schläft in ihrem Zimmer...abends...jetzt gerade. Spontan haben der Rehpapa und ich beschlossen es einfach zu versuchen. Natürlich waren wir so unauffällig wie möglich. Das übliche Programm: wickeln, spielen, Flasche und singen. Nicht die leichteste Irritation, als sie dann im Halbdunkeln im Bett lag. Jetzt schweigt das Babyphon schon seit ner Stunde und der Platzhirsch hat die Boxen seines PCs direkt mal auf max gedreht, da ich sonst immer befürchtet habe, sein Entertaiment wäre für das Baby nebenan zu laut (was übertrieben ist, da sie selbst durch Silversterknaller vor ihrem Fenster nicht wach wurde). Trotzdem, immer ein "Psssst!" von meiner Seite! Hiermit entschuldige ich mich für die ständige Maßregelung seines Lautstärkebedürfnisses und genieße mit ihm den freien Blick durch die Flügeltür auf unseren Fernseher, den ich, ich gebe es zu, unglaublich vermisst habe! Hach....nicht mehr ins Bett schleichen! Darum wende ich mich jetzt meinem Schlafzimmer zu. Schließlich bin ich mit Kater und Hund verabredet. Zum Gruppenkuscheln auf dem Bett.

Gute Nacht!